schriftzug_header banner_head_left banner_head_middle banner_head_left

 

Amsterdam 2013

…eine Stadt mit besonderem Flair…


Amsterdam ist mit seinen rund 800.000 Einwohnern eine noch recht überschaubare und auffallend entspannte Großstadt. Die Leute sind durchwegs sehr freundlich, hilfsbereit und leben das Motto der Toleranz. Ein Grund dafür liegt sicherlich darin, dass Amsterdam eine richtige multi-kulti-Stadt ist. Dies schlägt sich, für den feinen Gaumen erfreulicherweise, auch in einer Vielzahl an verschiedensten, hervorragenden Restaurants nieder. Ein kulinarischer Ausflug in die Geschmackswelt der äthiopischen oder surinamesischen Küche lohnt auf alle Fälle. Ein „wenig“ Hektik kommt lediglich in den ersten Stunden in der Stadt auf, denn diese benötigt man eindeutig als „Eingewöhnungsphase“ an die unausgesprochenen Straßengesetzte Amsterdams – „wer mit dem Rad fährt hat immer Vorrang“…

Das Rad ist ganz offensichtlich das beliebteste Fortbewegungsmittel der Einwohner dieser Stadt. Da es hier angeblich weit über 1 Million Fahrräder gibt, werden alle Möglichkeiten zur Schaffung von Radparkplätzen ausgeschöpft, denn die Hausfronten und vor allem die Brücken sind ohnehin von abgestellten, meist landestypischen Holländerrädern gesäumt. Ob Schiffsumbauten, der Neubau dreistöckiger Rad-Parkhäuser oder der Privatparkplatz am Hausboot, hier sind alle Mittel recht. Parken mit dem Auto kann hingegen kompliziert und sehr teuer werden, da es auf Grund fehlender Möglichkeiten zum Errichten von Tiefgaragen, hier erheblich an Platz mangelt. Man kann sich aber problemlos im Zentrum zu Fuß oder auch mit Bus, Straßenbahn und U-Bahn von A nach B bewegen.

Kulturell bietet Amsterdam eine Vielzahl an verschiedensten Museen und Einrichtungen, die es auch oft schon alleine wegen der Innenarchitektur, Innenhöfe und Bauweise zu besichtigen lohnt. Wer mehr Zeit mitbringt und viele Museen besuchen möchte, für den lohnt es sich sicher eine „I Amsterdam-Card“ zu kaufen, da die Eintritte in den diversen Museen doch recht teuer sind. Für mich war jedoch vor allem das Ambiente der Stadt ein außergewöhnliches Erlebnis. Die im wahrsten Sinne des Wortes „schräge“ Bauweise der Häuser im Kontrast zu Moderner Architektur unter deren Dachgiebel sich meist, auch bei neueren Gebäuden, ein mastenartiger Vorsprung mit einem Seilzughaken befindet. Diese sind für das Stadtbild sehr typisch, haben aber auch einen sehr praktischen Grund. Da die Häuser innen sehr beengt sind und durchwegs mit schwer erklimmbaren Stiegenhäuser ausgestattet sind, werden größere Gegenstände, auch im Rahmen von Wohnungsübersiedlungen, einfach über diese Haken in die oberen Stockwerke gehieft.

 

 

Für das Bild der Altstadt sind sicherlich auch die vielen Brücken und kleinen Gassen im Zentrum, die durch die „Grachten“, kleinen Kanälen mit Schleusen, bestimmt. Früher dienten die Grachten als Abwasserkanäle aber auch heute wird das Wasser noch mehrmals pro Woche ausgetauscht. An deren Uferseiten befinden sich oftmals Kaffees, Bars und Shops. Sie dienen aber natürlich auch als Anlegestelle für ein weiteres bestimmendes Highlight dieser Stadt, die unzähligen Hausboote in verschiedensten Varianten und Größen. Auch ein Hausboot, das als Museum aus gestaltet ist, kann man hier finden. Wer jedoch glauben mag, dass dies eine „günstige“ alternative Wohnvariante sei, der wird bei den „Wasserpreisen“ von ca. 4.500,-- € pro qm-Anlegefläche umgehend eines besseren belehrt, wenn man bedenkt, dass einige dieser Boote einem 10 qm Bungalow mit Dachterrasse gleichen. Am besten erkundet man das Zentrum zu Fuß, mit dem Rad oder macht vorab eine Bootsfahrt auf den Grachten, die einem eine besondere unvergessliche Perspektive ermöglicht.

Das Nachtleben Amsterdams ist wohl auch über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Ja, und auch dieses hat seinen ganz eigenen Charme. Dem Besucher dürfte wohl gleich die Bestätigung des ersten Klischees auffallen – je mehr man sich dem Zentrum, dem Rotlichtviertel, nähert, desto mehr wird die Luft der Stadt mit Canabis-Geruch erfüllt, ein fast so prägendes und in kürzester Zeit verinnerlichtes „Alltagserlebnis“ wie die schrill klingenden Fahrradglocken. Im Rotlichtbezirk befinden sich neben den einschlägigen Etablissements, Shops und den Auslagen, hinter denen sich die Damen präsentieren, auch eine Vielzahl an Coffee-Shops (Bars zum Canabis-Konsum) und Pubs. Auch wenn diese Zeilen sehr dramatisch klingen, so lohnt ein Besuch des Rotlichtbezirks für jeden. Es gibt hier auch keinen Grund sich in irgendeiner Art und Weise unwohl oder unsicher zu fühlen, wenn gleich hier natürlich die „Grundregeln für einen Städte-Trip“ verstärkt gelten. Aber auch abseits der „Touristenroute“ gibt es nette „Barzeilen“ meist mit Gastgärten zur Straße hin, die hauptsächlich von Einheimischen besucht werden.

 

 

Wer nach einer Partynacht Kultur und Entspannung verbinden möchte, dem kann ich nur einen Ausflug nach „Zaanse Schans“ und in das Dorf "Zaandijk" empfehlen. Einer sehr netten Gegend mit einer Art Freilichtmuseum in dem man viele kleine, vorrangig Handwerksmuseen in historischen Landhäusern findet. Hauptanziehungspunkt sind sicherlich die vielen Windmühlen die man besichtigen und bei der Produktion von Farbe ("De Kat"-Mühle - Anno 1782), Öl ("De Zoeker"-Mühle - Anno 1676 & "De Bonte Hen"-Mühle - Anno 1693) und anderen Produkten zusehen kann. Und, wie in jeder Stadt, kann auch ein gemütlicher Spaziergang durch den Zoo Erholung und Entspannung vom Stadt-Trubel bieten.

 

 

 

Alles in Allem eine absolute Empfehlung aus der Städte-Trip-Liste. Es ist einfach für Jeden etwas dabei. I amsterdam…



c_footer
MH - Marco Herzberger
© 2013-2015
...best viewed with firefox... - I use firefox and so should you