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Island - Grönland 2013

64°09’N-21°56’W - 69°12’N-51°06’W

Unvergessliche Momente im Hohen Norden


Island, der mit 103.000 km² flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas und die größte Vulkaninsel der Erde befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. Mit rund 320.000 Einwohner bzw. 3,1 Einwohnern pro km² ist diese jedoch sehr dünn besiedelt. Island ist das Land der Gletscher, Seen, Naturbäder, heißen Quellen, Pferde, Schafe und der Wasserfälle – unendlich viele Facetten der Natur, bewohnt von Trollen, Elfen, 13 Weihnachtsmännern und natürlich netten Leuten mit lustiger Sprache… Reykjavík die Hauptstadt Islands und am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt ist mit rund 119.000 Einwohnern die größte Stadt Islands. Hier wohnen etwa 37 % der Gesamtbevölkerung. In der Metro- polregion Reykjavík leben über 200.000 Menschen. Diese Stadt und Ihre Einwohner strahlen Lebensfreude und Party- laune aus. Gerade in der Sommerzeit kann man dies fast rund um die Uhr bei Sonnenschein erleben.

Nachdem wir uns entschieden haben dem „Süden" den Rücken zu kehren und in den kühlen Norden zu Reisen, ist die Entscheidung schnell auf Island gefallen, und im Laufe der Zeit und nach längeren Recherchen ist dann noch das Reiseziel Grönland hinzugekommen, um den Traum,Eisberge zu sehen und etwas nicht gerade alltägliches zu machen, realisieren und in die Tat umsetzen zu können – obgleich Marias Wunsch nach Pinguinen hier leider nicht erfüllt werden konnte. Dann war da noch die Frage bzgl. Alternativ-, Wander- oder Gruppenreise. Vorweg erwähnt, trotz unserer Skepsis wurden wir von der Gruppenreise, einer Kleingruppe mit 15 Personen und Driving-Guide nur positiv überrascht, aber vielleicht lag es auch daran dass die anderen Teilnehmer wohl die gleichen Gedanken hatten und ebenfalls jungfräulich betreffend Gruppenreisen waren.

20.06.2013 - Endlich geht es los, wir können es kaum erwarten. Mit Spannung auf das, was auf uns zukommen wird, fahren wir Richtung Flughafen München – 37° und wir bereits in ausreichend warmer Kleidung. Der Flug verläuft ruhig, leider können wir aber zwecks Wetterlage keinen Blick auf Amsterdam oder das schottische Hochland, das wir gerade überfliegen, erhaschen. Gut angekommen werden wir auch schon vom Shuttle abgeholt und ins Hotel gebracht, alles klappt soweit perfekt. Am ersten Abend nur noch unser übliche kleine Orientierungsrundgang in der neuen Stadt und die Suche nach einem passenden Ort für ein relaxendes Abendessen. Dieser ist schnell gefunden -wir haben ja dazugelernt auf unserer Europa-Interfly-Reise - und es mundet perfekt. Es ist spät abends aber immer noch taghell, der erste Eindruck der Mitternachtssonne ist noch etwas ungewohnt. Am Rückweg zum Hotel müssen wir noch schnell an der Hallgrímskirkja vorbeischauen und ein Foto vom Wahrzeichen der Stadt machen. So, nun sind wir gespannt ob die neu erworbenen „Schlafbrillen" ihren Dienst tun und wir uns etwas erholen können.

Heute ist Sightseeing und das Feeling der Stadt aufsaugen angesagt. Wir spazieren zuerst am Strand entlang und flanieren dann durch die Hauptstraßen und –gassen der Stadt. Überall verspürt man den Elan dieser lebhaften Stadt und die Lebensfreude deren Einwohner. Wir kommen an vielen netten kleinen Handwerksläden, die vor allem Produkte aus Schafswolle anbieten, und einigen Restaurants und Pubs vorbei. Überrascht sind wir von der Vielfalt an internationalen Restaurants. Nach einer kleinen Stärkung im Cafe Paris schlendern wir weiter, um auch die touristischen Highlights zu entdecken. Dabei erklimmen wir, begleitet von Orgelmusik, natürlich auch den Turm der Hallgrímskirkja, einer schlichten, hellen aber trotzdem beeindruckenden und imposanten Kirche, um einen Blick – und natürlich ein Foto – hoch über der Stadt zu ergattern. Da diese Städte-Spaziergänge bekanntlich immer sehr hungrig machen, versuchen wir unser Glück in einem der kleinen Restaurants am Hafen und werden dabei beim besten Willen nicht enttäuscht.

 

 

Endlich „Samstag" – es ist soweit, es geht weiter nach Grönland, der größten Insel der Welt, und die Spannung wird spürbar größer. Mit einer Propellermaschine der Iceland-Air geht’s vom kleinen, innerstädtischen Flughafen nach Ilullisat in West-Grönland.

Grönland - Kalaallit Nunaat - das "Land der Menschen", auf Dänisch Grønland – „Grünland", ist die größte Insel der Erde und zählt geologisch zum arktischen Nord- amerika. Aus politischer Sicht ist es ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Das Gebiet bildet die drittgrößte Wüste der Erde. Ilulissat (dän. Jakobshavn, deutsch „Eisberg") ...ist mit 4.621 Einwohner sowie über 3.500 Schlittenhunden die drittgrößte Stadt Grönlands. Die Kommune liegt in Westgrönland am Ostufer der Disko-Bucht, direkt am Ausgang des ca. 60 km langen und 7 km breiten Ilulissat-Eisfjords, an dessen Ende sich der Gletscher Sermeq Kujalleq, einer der aktivsten Gletscher der Erde befindet. Seine Fließgeschwindigkeit beträgt rund 20 Meter pro Tag, was einer jähr- lichen Eismenge von 35 Kubik- kilometern entspricht. Nördlich Ilullisats, auf der Princen Arve Insel, befindent Sich die ver- lassene Siedlung Ataa, deren Gebäude liebevoll restauriert und zu einem Summer Camp umgebaut wurden. In Sichtweite liegt der riesige Eqi Gletscher. Ein Naturschauspiel das seines Gleichen sucht.

Das Wetter ist zum Glück so strahlend schön, dass wir während des Fluges einen beeindruckenden Blick auf die gebirgige Ostküste und das Inlandeis werfen können – ein nicht enden wollender weißer Horizont eröffnet sich uns. Wir sind gelandet und werden auch hier bereits erwartet und zum Hotel gebracht. Dort erklärt uns der lokale Guide worauf wir achten sollen - auf Grund der trockenen, klaren Luft viel trinken, ausgewachsene Schlittenhunde meiden, bei längeren Touren im Hotel Bescheid geben - und gibt uns Informationen zu den gebuchten und optionalen Ausflügen. Ab nun haben wir immer genügend Wasser dabei – bestes grönländisches Leitungswasser, das allerdings den dezenten Geschmack von Erde aufweist. Anschließend machen wir einen geführten Stadtrundgang.

Da auf uns eine Mitternachts-Bootsfahrt wartet, legen wir ein kurzes Nachmittags-Nickerchen ein. Noch leicht verschlafen mühen wir uns zum Abendessen – leider spielt das Wetter beim BBQ auf der Terrasse nicht wirklich mit. Wir werden im Hotel abgeholt und zum Hafen gebracht, wo unsere Mitternachts-Bootstour startet. Trotz Hochsommers besteigen wir dick eingemummt das Boot. Es nieselt immer noch leicht, aber schnell bemerken wir, dass diese Stimmung das unglaubliche Farbspektrum der Eisberge noch stärker zur Geltung kommen lässt. Unser einheimischer Kapitän navigiert uns hoch konzentriert und sicher zwischen den Eisbergen hindurch. Zum Aufwärmen gibt es Kaffee und Tee in der Kajüte. Draußen erhalten wir interessante Informationen über das Eis und den Fjord von unseren netten Guide Hanna.

 

 

Heute geht es voller Erwartung mit dem Speedboot zum großen Gletscher Eqi. Auf dem Weg dorthin entdecken wir bei traumhaften Wetter einen Wasserfall und riesige freischwimmende Eisberge – ein Anblick wie im Bilderbuch. Leider können wir auf Grund des, im heurigen Jahr überdurchschnittlichen, Eisaufkommens nicht näher an den imposanten Gletscher heran. Am Rückweg machen wir halt in Ataa – einer ehemaligen Siedlung die für Expeditionsfreudige als Stützpunkt dient. Empfangen werden wir mit einem herrlichen Walgulasch. So gestärkt machen wir noch eine kleine Wanderung mit Blick auf die Gletscherzunge bevor es zurück nach Illulisat geht. An Bord lernen wir Thomas und Wolfgang kennen mit denen wir noch den restlichen Abend verbringen.

 

 

Ein weiterer Tag in Illulisat beginnt. Mittlerweile haben wir jedwedes Gefühl für Zeit und Tag verloren, hätten wir da nicht geplante Ausflüge, würden wir nur so dahintreiben – das ist Urlaub. Allerdings bemerken wir mittlerweile, dass die durchgehend strahlende Sonne auch seinen Tribut zollt. Irgendwie sind wir voller Elan und ständig aufgedreht und übersehen fast, dass wir auch ein wenig Schlaf benötigen. Aber wie, wenn so viele Eindrücke und Erlebnisse auf einen warten, und das 24h am Tag. Voller Tatendrang geht es, getreu dem Motto Cape-Diem, in die nächste Wanderung entlang des Gletscherfjordes. Vorbei an einer Ausgrabungsstätte erster Siedlungsspuren und einem Schlittenhunde-Areal erhalten wir neuerlich einen atemberauben Ausblick auf riesige Eisberge. Diese ragen bis zu 250m aus dem Wasser und bieten mit 300m Breite und 500m Länge eine mehr als beeindruckende Kulisse. Ein treiben der Berge ist nicht auszumachen, schließlich benötigen diese für die 60km Länge des Fjordes zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Am Nachmittag folgt ein weiterer Höhepunkt – ein Fotorundflug über den Fjord, die Gletscherzunge und das angrenzende Inlandeis. Nach dem Abendessen werden die Eindrücke gemeinsam mit dem Team von Arctic Adventure, unserem heutigen Piloten und den Kollegen von der Schiffsreise bei einem Grönländischen Bier verarbeitet.

 

 

Mittlerweile etwas geschlaucht aber mit unglaublichen Eindrücken und vielen Fotos im Gepäck geht es schön langsam wieder zurück nach Island. Im Hotel angekommen nur noch schnell Essen, die Fotos wie jeden Tag sichern und dann etwas Schlaf nachholen bevor es in das Abenteuer Island geht.

 

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten – irgendwie wollte die „Gruppenzuordnung" zu den Rundreisen nicht so wirklich funktionieren und einige sind im falschen Bus gelandet und mussten wieder umsteigen – geht es nun auf Entdeckungstour durch Island. Wir sind sehr gespannt, was uns erwartet, schließlich ist die Latte nach unserem Aufenthalt in Grönland sehr, sehr hoch gelegt und wir fragen uns, welche Eindrücke dies wohl toppen könnten. Leider machen wir gleich zu Beginn Bekanntschaft mit dem wechselnden Isländischen Wetter und so wird unser Besuch der großen Erdspalte, des Geothermalgebietes Haukadalur mit den berühmten Geysiren und dem imposanten Wasserfall Gullfoss eine sehr feuchte Angelegenheit. Allmählich lichten sich die Wolken aber wieder und bei Ankunft am Wasserfall Seljalandsfoss haben wir herrlichen Sonnenschein und können so einen wunderschönen Regenbogen, der aus der Erde aufzusteigen scheint, bewundern. Unsere Laune steigt sogleich wieder und es geht hinter dem Wasserschleier hindurch. Wir fahren der Südküste entlang zum unweit gelegenen, 60 m hohen Wasserfall Skogafoss. Die Nacht verbringen wir in einem, typisch für das Hinterland, bungalowmäßigem Hotel mit Hotpot’s - ein Art Badewanne im Freien.

 

 

Der nächste Tag beginnt wieder mit isländischem Wetter, das uns den Rest der Reise begleiten wird und uns das eine oder andere mal auch herzhaft zum Schmunzeln bringen wird. Wir fahren in Richtung Vatnajökull, Europas größtem Gletscher. Auf dem Weg dorthin halten wir für einen Foto-Stop an einem schwarzen Strand und einer Straße, die beim letzten großen Vulkanausbruch verschüttet und gleich daneben neu errichtet wurde. Im Nationalpark Skaftafell wandern wir zum Wasserfall Svartifoss, dessen Aussehen von schwarzen Basaltsäulen geprägt ist. Der Hauptpunkt des heutigen Tages wird aber die Bootsfahrt in der Gletscherlagune Jökulsarlon. Auch wenn wir mittlerweile etwas schmunzeln müssen wenn wir hier den Begriff Eis-„Berg" hören, so ist diese Bootsfart um nichts weniger beeindruckend. Auf alle Fälle macht die Fahrt mit dem Amphibien-Bus richtig Spaß.

 

 

Wir verlassen die Ringstrasse und fahren in Richtung Hochland. Dabei queren wir das farbenprächtige Liparitgebirge Landmannalaugar, für mich eines der absoluten Highlghits dieser Rundreise. Das Gebiet lädt nicht nur zu einer Wanderung ein, es erzwingt diese richtig gehend. „Ein Picknick für unterwegs hat unser Reiseleiter organisiert" – so steht es in der Reisebeschreibung. Leider hat Björg, unsere sonst so verlässliche, charmante und zuverlässige all-in-one Reiseleitung, Busfahrerin, Geschichtenerzählerin, Abendbegleitung, im Hotel vergessen. Kurz umdisponiert und alle konnten sich an einer, in dieser Gegend doch seltenen, kleinen Shops versorgen. Wir wandern zwischen den Bergen hinauf und das erste Mal kitzelt der strenge Geruch von Schwefel in unseren Nasen – wir sind auf einem Vulkan. Einer unserer Reisegruppe genießt nach der Wanderung noch ein in der natürlichen heißen Quelle am Fuße des Berges.

 

 

Ein anstrengender Tag steht uns bevor, aber zum Glück können wir die Fahrtzeit immer gut für ein Nickerchen oder entspannende Späßchen mit den Reisekollegen nützen. Auf Grund der Witterungsverhältnisse und des nochmals späten Wintereinbruchs können wir nicht die geplante Sprengisandur-Hochlandpiste Richtung Norden nehmen. Aber Björg hat sich bereits eine neue spannende Strecke ausgedacht. Wir durchfahren eine schwarze Lava- und Aschewüste, am Horizont erblicken wir die weißen Gletscher die anfangs wie eine Wolkendecke anmuten. Einöde – oder wie wir es bezeichneten Irgendwo-im-Nirgendwo. Ein Lunch-Paket für unterwegs ist diesmal eingepackt.

Wir halten bei einer netten Hütte, um uns für die folgende Wanderung zu stärken. Leider treffen wir hier auf Myriaden von Moskitos die uns für Grönland angekündigt wurden, aber zum Glück im Großen und Ganzen ausgeblieben sind. Abermals bietet sich uns ein atemberaubender Anblick. Ein strahlend gelbes Gebirge erhebt sich vor uns, dessen Besteigung aber dank des Lehmartigen Untergrunds das Gefühl einer richtigen Expedition vermittelt. Abgekämpft kommen wir in Akureyri, der zweitgrößten Stadt Islands, an. Diese befindet sich ganz im Norden, in einer Gegend, die mit ihrem strahlenden Grün irgendwie an die Heimat erinnern lässt. Hier werden wir 2 Nächte bleiben – einmal weniger ein- und auspacken und die Gelegenheit nutzen, eine Bar zu besuchen.

 

 

Von Akureyri aus erkunden wir die Gegend um den Myvatn-See. Einmal im Jahr tauchen hier riesige Mückenschwärme auf, die dem See den Namen verliehen haben. Wir wandern entlang eines Sees, der mit seinem strahlenden Wasser, aus dem pilzartige Felsformationen ragen, fast paradiesisch wirkt. Eine Wanderung zum Aschekrater Hverfjall und den Lavaformationen von Dimmuborgir lassen uns über die Vielfalt der Natur staunen. Im Geothermalgebiet von Namaskard, stehen wir vor der, für viele Reisende typischen, Isländischen Landschaft. Brodelnde Schlammquellen, Sümpfe und dampfende Erde prägen dieses Gebiet. Als Abschluss des heutigen Programms steht noch ein Besuch im Myvatn Naturbad, der Blauen Lagune des Nordens, an. In dem rund 35° warmen Geothermalwasser lässt es sich bei jeder Witterung genießen und man kann getrost die Seele baumeln lassen. Nach einem kurzen „Sprung“ in den HotPot mit ca. 45° fühlt man sich hingegen wie erschlagen und muss die Busfahrt gezwungener Maßen wieder für einen kurzen Power-Nap nutzen.

 

 

Heute gab es ein böses Erwachen – wir müssen auf unseren, uns doch sehr ans Herz gewachsenen, kleinen Geländebus aus technischen Gründen verzichten und fahren die nächste Etappe in einem großen Bus. Björg kann uns dadurch mehr Geschichten erzählen und auch einmal die Füße hochlegen. Da sich die kleine Gruppe in dem 50er Bus jedoch verläuft, will keine so richtig gute Stimmung aufkommen – also nutzen wir die Zeit wiedermal für ein kurzes Ruhepäuschen. Nach einem kurzen Stadtrundgang und Besuch des botanischen Gartens verlassen wir Akureyri und fahren Richtung Varmahlid wo wir das Freilichtmuseum Glaumbaer besuchen. Danach machen wir noch einen kurzen Abstecher in eine Ledergerberei. Der dort herrschende Geruch und erste Eindruck zaubert jedoch vielen von uns ein eher verschmitztes Lächeln ins Gesicht, das sich allerdings im angeschlossenen Shop wieder recht schnell in ein breites Lächeln mit strahlenden, kauffreudigen Augen wandelt. Im Freilichtmuseum angekommen wird uns ein Eindruck vom Leben der Isländer in früheren Zeiten vermittelt. Nicht entgehen lassen wir uns Kaffee und Kuchen in dem kleinen, familiären Kaffeehaus. Sehr zeitig im Hotel angekommen, das sich für das geschulte Auge schnell als umgebauter Krankenhaustrakt entpuppt, überlegen wir, was wir mit dem angebrochenen Nachmittag anfangen können. Nachdem der Ort nicht sehr spannend und groß ist, entscheiden wir uns spontan, trotz des böigen Windes, für einen ausgedehnten Spaziergang, bei dem uns zu unserer Freude auch endlich eine Herde Islandpferde unterkommt.

 

 

Schönen guten Morgen – unser Bus ist wieder fahrbereit. Also geht es mit vollem Elan und guter alter Stimmung rund um die Halbinsel Snaefellsnes. Hier erkunden wir einen der wenigen gelben Strände der Insel sowie bizarre Felsformationen und markante Vogelklippen. Wer jedoch zu nah an die Nistgebieter kommt, der wird wie in dem gleichnamigen Hitchcock-Klassiker von den Vögeln attackiert und muss ruckartig in Deckung gehen. Die weitere Strecke führt entlang der Küste und bietet immer wieder einen hervorragenden Blick auf die zerklüftete Gegend, auch wenn dieser abrupt durch einen, für einige der Reisenden nicht gerade betörenden, Anblick unterbrochen wird – Ein Wal-Fang-Hafen in dem gerade ein gefangener Zwergwal zerlegt wird. Aber auch einen wirklich schönen Anblick können wir heute noch genießen – wir halten an einem schwarzen Kieselstrand an dem die Gischt gegen spitz aus dem Wasser ragende Klippen donnert. Offensichtlich eine Gefährliche Gegend, da wir hier verstreut die Ü;berreste einzelner Teile eines gestrandeten Schiffes vorfinden.

 

 

Und wieder bekommen wir einen neuen Bus – diesmal ein kleiner. Aber auch das „nobel-Ambiente“ des neuen Busses kann den Charme unseres liebgewonnenen „Begleiters“ nicht ersetzen. Ein Highlight dieses letzten Teils unserer Reise ist sicherlich der Hraunfossar. Ein Wasserfall der nicht durch Seine Höhe bestich sondern sich breit über eine Klippe erstreckt aus der er durch das löchrige Lavagestein herausschießt und so ein imposantes Bild abgibt. Zum Abschluss hat uns Björg noch mit einer netten Idee überrascht. In einem Thermalgebiet nächst eines Kraftwerkes und einer Gemüseplantage zeigt sie uns, wie man hier, direkt im aus der Erde sprudelnden Wasser, Eier kochen kann. Eingewickelt in ein Geschirrtuch und befestigt mit Schuhbändern, sind die Eier perfekt nach 8 Minuten. Ein letzter Abend in Reykjavik den wir für einen gemütlichen Rundgang und ein außergewöhnliches Essen nutzen wollen. Gemeinsam mit neuen Bekannten aus der Reisegruppe verschlägt es uns dann noch in eine Bar in der wir auch das sehr gewöhnungsbedürfdige einheimische „Schnäpschen“ verkosten – Opal, ein Getränk aus Vodka mit gesalzener Minz-Lakritze – naja, Geschmäcker sind nun mal verschieden.

 

...wieder in Reykjavik angekommen...


 

Mit ein wenig Wehmut blicke ich nach längerer Zeit nun wieder zurück auf unsere, diese unbeschreibliche Reise und kann nur sagen – wir kommen wieder, denn so einiges haben wir noch nicht gesehen und erlebt… Aber auf alle Fälle geht es bald wieder in den Norden, wer einmal in den Bann von Eisbergen und Nordmännern gezogen wurde, der kommt nicht mehr aus…




Weiterführende Tips & Links:

Island ProTravel - Verlässlicher Reiseanbieter in Punkto "Island"

Air Zafari - Einen Rundflug wert...

Arctic Adventure - Tolle Ausflugsangebote - top organisiert



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