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...Unsere Reiseroute - Foto-Stops im Überblick smiley_daumen_hoch...




 

Links zur Reisegestaltung:


visit Jordan - viele Infos für die Reiseplanung...

Jordan Tours - weniger als Tip zum Buchen gedacht, eher als Seite mit vielen Infos und Tips.

RSCN Jordan - Naturschutz in Jordanien. Eine sehr herausfordernde Aufgabe.

Jordanienreise 2014

1. Tag - 11. April

Flug von Salzburg über Wien nach QAIA – AMMAN:
Ankunft und Transfer ins Hotel Toledo in Amman. Erste Eindrücke bei einem Spaziergang in der Stadt sammeln. Wie üblich in die "falsche" Gegend. Kaffee-Besuch und retour ins Hotel.

2. Tag - 12. April

UMM QAIS – PELLA – JERASH – AJLOUN - AMMAN:
Wir Fahren In den Norden und starten unsere historische Besichtigungstour in Umm Qais. Nach einem Stop in Pella geht es durch Pinienwälder und Olivenhaine weiter in die Griechisch-Römische Stadt Jerash. Zum Abschluss führt es uns zur Saracenen-Burg nach Ajloun. Für den Retourweg haben wir uns für Strecke entlang des Jordandeltas entschieden.

3. Tag - 13. April

WÜSTENSCHLÖSSER– AMMAN:
Da das Shawmari Wildlife Reserve in Azraq, wie uns mitgeteilt wurde nicht gerade verwunderlich, immer noch geschlossen ist, fahren wir zu den Wüstenschlössern. Im Anschluss zeigt uns Nassar noch die Stadt und fährt uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit grandiosem Ausblick auf die Stadt. Am Abend gibt’s noch eine kleine Shoppingtour (mit Abstecher in den "Schnapsladen" um ein gute-Nacht-Bier zu besorgen).

4. Tag - 14. April

MADABA - MOUNT NEBO – DEAD SEA – DANA:
Heute verlassen wir Amman Richtung Süden. Wir besichtigen die Kirche in Madaba, fahren auf den Mount Nebo und genießen ein paar Stunden Badespaß am Toten Meer bevor es weiter nach Dana geht. Am Weg dorthin machen wir einen kurzen Abstecher zum Wadi Mujib und fahren entlang der Küste des Toten Meeres. Unsere erste Nacht im Umland im Dana Hotel (Suleiman) steht an.

5. Tag - 15. April

DANA – PETRA:
Nach einer ausgiebigen Wander-Tour durch das Dana-Nature-Reserve mit unserem Guide Mohammed geh es am späteren Nachmittag zum nächsten Highlight nach Petra – der Felsenstadt der Nabatäer. Hier spazieren wir nur noch kurz in die Ortschaft und gönnen uns ein Bierchen im "Petra Guest House – in der Cave Bar". Wir übernachten im Seven Wonders Hotel

6. Tag - 16. April

PETRA:
Ein ganzer Tag zur Erkundung der Stadt und seiner Umgebung. Nach 9 Stunden wandern in der Region Petra sind wir fix und fertig… Abermals können wir nicht an der Cave Bar vorbei ohne ihr einen, diesmal sehr kurzen, Besuch abzustatten. Danach zum Abendessen ins Hotel.

7. Tag - 17. April

LITTLE PETRA - WADI RUM:
Pünktlichst werden wir von unserem Fahrer erwartet. Ein Besuch in "Little Petra", das am Wege liegt, muss natürlich noch sein bevor es endlich in die beeindruckende Wüstenlandschaft des Wadi Rum geht. Nach einer grandiosen Jeep-Tour kommen wir in unsere heutige Unterkunft, dem Hillawi Desert Camp, an. Wir haben etwas Zeit zum Entspannen und unser Zelt zu beziehen. Am Abend reiten wir noch mit Kamelen in die Wüste um den Sonnenuntergang zu genießen.

8. Tag - 18. April

WADI RUM – AQABA:
Heute wird früh aufgestanden – um punkt 6 Uhr werden wir zur Sonnenaufgangs-Jeep-Tour abgeholt. Nach einem verspäteten Frühstück ziehen wir weiter. Davor noch ein kurzer Spaziergang in der Wüste. Im Anschluss werden wir nach Aqaba bebracht und checken im My Hotel ein. Am Abend noch der, für uns typische, Abstecher in "dystere" Gegenden, bevor wir die netten Gewürzläden und Shops die wir eigentlich erwartet haben, finden.

9. Tag - 19. April

AQABA:
Ein Tag in Aqaba zum Entspannen. Wir fahren in ein Beachresort - Berenice - am roten Meer zum Schnorcheln und Sonnenbaden. Nach dem Abendessen noch ein Spaziergang vorbei an den unzähligen Restaurants und Cafès der Stadt.

10. Tag - 20. April

AQABA – QAIA und wieder via Wien retour nach Salzburg:
Um 9 Uhr werden wir wieder abgeholt und es geht wieder in den Norden zum Flughafen. Insgesamt sind wir - mit viel Leerzeit versteht sich – 14 Stunden unterwegs. Check-In @home um 23:00 Uhr.



 

Weiterführende Tips:

...zum Thema Bargeld:
im Vergleich zu anderen Urlauben haben wir vorrangig bar und nicht mit Kreditkarte bezahlt. Meist mit JD (Jordanischen Dinar) aber auch US-Dollar und Euro werden fast überall akzeptiert. Wechseln sollte man bei einer der unzähligen lokalen Wechselstuben. Im Hotel oder auch am Flughafen kann es um einiges teurer werden. In den größeren Ortschaften/Städten gibt es auch Bankomaten an denen nicht nur Kreditkarte sondern auch EC-Karten funktionieren.

...zum Thema Sicherheit:
also ehrlich, ich habe mich noch kaum wo so sicher gefühlt. Und ich denke auch Mary ist es nicht viel anders gegangen. Und keine Sorge - Kopftuch, Schleier oder Burka sind nicht erforderlich - in ländlicheren Gegenden ist jedoch etwas "dezentere" Bekleidung angesagt. Auch wenn man hier vereinzelt Touristinnen in Hotpants trifft, so finde ich das nicht wirklich passend.

...zum Thema medizinische Versorgung:
was soll ich sagen - haben wir zum Glück nicht in Anspruch nehmen müssen. Laut Internet und diversen Webseiten von Krankenhäsern ist die medizinische Versorgung in Jordanien jedoch besser wie in vielen anderen Länder (in der Region sowieso...).

...zum Thema Alkohol:
das "Gutenacht-Bierchen" muss man sich, abgesehen von der Steuerfrei-Zone Aqaba, schon ein bisschen was kosten lasten. Aber auch hier gibt es diverse Läden und Restaurants die ein "kühles Blondes" oder ein Gläschen Wein kredenzen.

...zum Thema Verkehr:
also wir sind kurz gesagt froh, dass wir - vorallem in den Ballungszentren - einen Fahrer hatten. Viele - auch Einheimische - vertrauen hier aber ohnehin auf die Taxis (weiß bedeutet Sammeltaxi das eine feste Route fährt, gelb (in Amman) bedeutet "normales" Taxi und das bedeutet Preis ausmachen. Auch wenn Taxameter vorgeschrieben sind, sollte man diesen Tip beherzigen). Überland (auch weitere Distanzen) kann man als Tourist ebenfalls auf Taxis zählen. Hier sollte der Preis ebenfalls vorab vereinbart werden.



 

Jordanien المملكة الأردنّيّة الهاشميّة - 2014

Eine unbeschreibliche Vielzahl an Eindrücken in so kurzer Zeit

 

Erster Tag
Amman

"You’re Welcome" – So tönt es in Jordanien von allen Seiten, nur die Kids werfen einen immer nur rein freundliches "Helo" entgegen.

So, zuerst mal zum Geldwechseln bzw. zum Geldautomaten, um das Visa für Jordanien (kann nur in JD bezahlt werden) berappen zu können. Natürlich stehen wieder "dezent unpassend gekleidete" Touristen vor uns in der Reihe, zu denen diese Information mal wieder nicht vorgedrungen sein dürfte. Also alle warten bis die Herrschaften Geld gewechselt haben und es weiter geht in der Reihe. Noch schnell ein Gesichtsscan, dann dass übliche "You’re Welcome" und ab geht’s zum Gebäcksband – Alles da. Wie vereinbart werden wir von unserm Shuttle-Service am Flughafen in Empfang genommen und sicher durch den chaotischen Verkehr Ammans in unser Hotel gebracht. Soweit klappt ja schon mal alles recht gut und wir sind beruhigt. Schließlich waren wir doch etwas aufgeregt, was uns hier in diesem Land so erwarten wird.

Jetzt noch einen kurzen Abstecher in die Stadt machen - die Hupen der Autos scheinen hier das wichtigste im Straßenverkehr zu sein. Die vorherrschende Fahrweise erleichtert es uns allerdings nicht, uns zu vielen Straßenseiten-Wechseln hinreißen zu lassen. Aber auch daran werden wir uns noch gewöhnen. Die kleine Karte im Reiseführer ist nicht gerade aufschlussreich und vermittelt auch den Eindruck, dass alle angesteuerten Orte etwas näher liegen als sie dies dann doch schlussendlich tun.

Irgendwie haben wir immer das Glück in Großsstädten zuerst in die Gegenden zu kommen, die uns nicht so zusagen. Hier herrscht ein sehr reges Getummel, Handeln und Diskutieren. Touristen sind aber außer uns offensichtlich keine anzutreffen. Nur am Ausgangspunkt, dem römischen Theater, das wir mit dem Taxi ansteuerten, haben wir vereinzelt welche entdecken können. Nichts desto trotz fühlen wir uns nicht wirklich unwohl – wenngleich Mary doch immer etwas aus den Augenwinkeln der Leute heraus begutachtet wird. Trotzdem fühle ich mich fototechnisch gesehen noch nicht so im Element und lasse die Kamera doch noch meistens ruhen. Schlussendlich finden wir doch noch die "gesuchte" Straße und lassen die ersten Eindrücke auf uns im "Afra Kaffee" wirken. Retour mit dem Taxi, allerdings zu einem anderen Preis wie bei der Hinfahrt.

 

 

Zweiter Tag
Ausflug in den Norden zum historischen Sight-Seeing

Nach einem leckeren aber hektischen - da wir vergessen haben die Zeit am Reisewecker umzustellen und somit eine Stunde verschlafen haben - Frühstück im Hotel werden wir von unserem Fahrer Nassar abgeholt. Wir starten die Tour mit einer Fahrt ganz in den Norden und "arbeiten" uns dann wieder Richtung Süden vor. Die Straße führt zwischen einem netten Pinienwald entlang. Leider entdecken wir schnell das erste große Manko dieses Landes – zum Glück wird es aus unserer Sicht das einzige bleiben – hier scheint es offensichtlich noch kein richtiges Umweltbewusstsein zu geben, den die schönen Pick-Nick Plätze sind mit liegen gelassenem Plastikmüll überzogen.

Die ersten Station ist heute Umm Qais von wo aus wir den Gaza-Streifen, die Golanhöhen und den See Genezareth sehen können. Vor Ort werden wir gleich gefragt, ob wir einen Local-Guide benötigen. Diese sind in den meisten Fällen nicht wirklich teuer, in der Regel jedoch auch nicht wirklich notwendig. Wir entscheiden uns die Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust zu besichtigen. Nur die später folgenden Wanderungen werden wir mit einem Guide, und dies macht auch Sinn, unternehmen. Irgendwo in einem kleinen Ort bleibt Nassar stehen und fragt, ob wir etwas zu Trinken oder Essen benötigen. Er steigt aus und kommt mit einem Coca-Cola (seinem täglichen Muntermacher) frischem Fladenbrot und eine kleineren, braunen Papiertüte mit runden Bällchen drinnen – unseren ersten Falaffeln - zurück. Fachmännisch zeig er uns wie diese ins Fladenbrot eingewickelt und anschließend genossen werden.

Auf unserer heutigen Tour werden wir von unzähligen Schulklassen "begleitet", die offensichtlich die gleiche Ausflugstour wie wir machen. Grundsätzlich finden sich immer wieder nette und ruhige Plätzchen um alles zu zweit etwas genießen zu können, allerdings werden diese ruhigen Minuten am heutigen Tag laufend durch ein Stupsen und sanftes Ziehen am Shirt mit den darauffolgendem Satz – Sorry, my name is …, what’s your name, what’s your country, please picture – unterbrochen. Jedes Schulmädchen möchte ein Foto mit uns "außergewöhnlichen" Leuten aus der westlichen Welt. Leider war ich meistens so überrascht, dass ich selbst darauf vergaß, dass ich gerne ein Foto von den Kids haben wollte. Alles in allem waren diese Begegnungen immer lustig und sehr freundlich, auch wenn Mary am Schluss schon etwas genervt war immer das Fotomodel für alle geben zu müssen. Zwischenzeitlich habe ich manchmal an unseren Besuch im Wachsfigurenkabinett in London gedacht – dort stellen sich die Leute ja auch an um an der Seite der Figur ein Foto zu ergattern.

Nach unseren ersten Sight-seeing Eindrücken geht es via Pella, wo wir eine kleine Pause einlegen, weiter nach Ajloun zur Besichtigung der Festung und anschließend nach Jerash.

Wir entscheiden uns dabei für die Route entlang des Jordantales. Eigentlich habe ich mir diesen geschichtsträchtigen Fluss etwas imposanter vorgestellt, aber naja. Fotostopps bzw. Bilder aus dem Auto müssen allerdings mit Bedacht gewählt werden, da wir auf dieser Strecke zwischen den vielen Check-Points auf Grund der Nähe zu Israel, ständig beobachtet sind.

 

 

Dritter Tag
Wüstenschlösser und Amman, der zweite Versuch

Da das Shawmari Wildlife Reserve noch immer wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist - was allerdings, wie uns später erklärt wurde, nicht gerade verwunderlich ist, da die mir mitgeteilte Auskunft "voraussichtlich haben wir ab Dezember, Jänner wieder geöffnet" schon seit einigen Jahren getätigt wird – und uns vom Azraq Wetland Reserve zwecks zu geringem Highlight-Potential abgeraten wurde, haben wir uns kurzfristig für einen Trip zu den Wüstenschlössern (Qasr Kharana und Qusair Amra) entschieden. Der Weg dorthin brachte allerdings wieder eine kleine Überraschung mit sich. Wie schon erwähnt, ist die Hupe hier das wichtigste Utensil eines Autos und die Fahrweise ist zwar meist höflich und umsichtig, jedoch auch mit einem gewissen Touch "Kampfgeist". Ampeln gibt es kaum und auch Bodenmarkierungen sind nicht die Regel. Da machte es "rums" und wir wurden doch glatt von der Seite von einer monströsen Mischmaschine gerammt. Abgesehen von einigen Schrammen an der linken Seite des Autos und einer zeitlichen Verzögerung ist jedoch nichts Gröberes passiert. Wie im Reiseführer beschrieben ging die Sache dann auch von Statten – zuerst ein freundliches Lachen und ein Händeschütteln, dann beschimpfen – na gut, für uns klang irgendwie jedes Gespräch auf Arabisch etwas nach einem Streitgespräch. Nach den behördlichen Notwendigkeiten ging es um ein Erlebnis reicher weiter.

Nachdem wir die Wüstenschlösser besichtigt hatten, hat uns Nassar noch zu den Highlights von Amman gebracht und uns auch noch eine nette Gegend zum Shoppen, gleich in der Nähe unseres Hotels gezeigt. Auch einen "Schnapsladen" wo wir uns ein Bierchen zum Schlafengehen besorgen können, haben wir entdeckt.

Nachdem wir noch das römische Theater - eines der vielen, die wir erklommen haben und offenbar auch der Grund warum Mary sicherlich so bald keinen Städte-Trip nach Rom machen wird – besichtig haben, fuhren wir zur Zitatelle hinauf. Von hier aus hat man einen genialen Ausblick und kann einen Eindruck von der Größe und Ausdehnung dieser Stadt bekommen. Nicht zu übersehen ist der immense Fahnenmast mit der riesigen, sich im im Wind nur sehr schwerfällig bewegenden, Fahne, der in Mitten des Königspalastes steht.

Am Rückweg zum Hotel haben wir uns bei einem Falaffel-Laden noch leckere Snacks zu super günstigen Preisen geholt. Am Abend gings dann noch in die empfohlenen Einkaufsstraßen. Wir besorgen uns Tabak für unsere in Istanbul erstandene Wasserpfeife und schlendern durch die Straßen. Für Männer ein Paradies zum Shoppen für Frauen eher nur wenn sie auf etwas "außergewöhnliche" Reizwäsche oder schönen Schmuck stehen. Nein, auch Schuhbegeisterte Frauen kommen auf ihre Rechnung, denn davon gibt es auch unzählige.

 

 

Vierter Tag
Wir freuen uns auf die kommenden Tage in der Natur – raus aus der Großstadt…

Bevor es in die Natur geht stärken wir uns nochmals mit einem kräftigen Frühstück. Im Anschluss fahren wir nach Madaba um die Kirche mit Ihrem berühmten Mosaik kurz zu besichtigen. Danach geht es auf den Berg Nebo.

Und der heutige Tag birgt doch noch ein wahres Highlight für uns. Nach den ganzen historischen Sehenswürdigkeiten steht etwas Relax auf dem Programm - Relax am Toten Meer in einem sehr noblem Strandbad mit Pool, viel Sonnenschein, Schlammpackung und Schwimmen im äußerst salzigen Wasser. Naja, richtiggehend treiben lassen, denn die Beine bringt man zum Schwimmen hier wirklich nicht unter die Wasseroberfläche. Ein einzigartiges Erlebnis wie man es aus Erzählungen kennt, jedoch unbedingt einmal selbst erlebt haben muss.

Die weitere Fahrt Richtung Dana führt uns entlang des Toten Meeres, das auf Grund seiner Ausbeutung jedoch schon allzu bald endet und nur noch einer Lacke gleicht. Seit den 50er Jahren ist der Meeresspiegel hier um 23 Meter gesunken. Wir machen noch einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt, der einen tollen Blick auf das Meer, nach Israel und zu den Salzablagerungen am Strand bietet. Von hier aus kann man auch die "Frau Lots" die zur Salzsäule erstarrt ist sehen. Nach einem kurzen Stop mit Blick in die Schlucht des Wadi Mujib fahren wir über "Bergpässe" nach Dana.

Nach ersten Verwirrungen hat uns Nassar dann doch zum richtigen "Hotel", dem Hotel Dana, unserer Unterkunft für diese Nacht gebracht. Obwohl wir ein 6-Bett-Zimmer für uns hatten, war Mary dann doch etwas erschrocken von der Bausubstanz. Nichts desto trotz sollte dieser Abend und der darauffolgende Tag eines der prägenden Highlights in unserem Urlaub werden. Nach einem einfachen aber leckeren Abendessen wurden wir in den Nebenraum zum Teetrinken gebeten. Wir unterhielten uns mit einem Reiseleiter einer Wandergruppe, die von Dana nach Petra vier Tage Wandern geplant hatte. Dieser sehr humorvolle Reiseleiter sprach perfekt Deutsch mit einer Mischung aus bayrischem und arabischen Akzent. Vermehrt stießen auch Einheimische, oder wie man sie hier immer nannte, "Locals" dazu. Leute aus dem Dorf, von der Touristen Polizei, etc. Zwei begannen zu singen und mit einer Trommel und einer arabischen Laute Musik zu machen. Bevor der Reiseleiter selbst die Gitarre ergriff, grinste er uns an und sagte "etwas schummeln" und goss sich in seine halbgefüllten, typisch kleine Teetasse einen Schluck aus dem Flachmann den er dabei hatte.

 

 

Fünfter Tag
Dana – Ein Traum in wilder Natur

Nach einer kurzen Wartezeit auf unseren Guide, der etwas zu früh hier war und wieder abgezogen ist, sowie einem schlichten Frühstück geht es los. Wie immer werden wir freundlich begrüßt und unser Guide Mohammed, der perfekt englisch spricht, beginnt mit begeisternden Erzählungen über seine Heimat Dana. Erste kurze Panik stellte sich jedoch ein, als Mohammend mit seinen Crocs-ähnlichen Schlapfen wie eine flinke Gämse über die Felsen huschte und wir uns dachten – wenn das in diesem Tempo weitergeht, sind wir bald hinüber. Nachdem sich die hier übliche, morgendliche Wolkendecke verzog, wurde es nämlich wiedermal ziemlich warm und wir mussten uns anstrengen mithalten zu können. Am Weg zu den besten Aussichtspunkten zeigte und erklärte uns Mohammed alle möglichen Pflanzen und Kräuter der Gegend und wozu man diese Verwenden kann – "we make tea, but in european country’s they sometimes make Gin out of it" und ähnliche Beschreibungen gab es, wenn wir den englischen Begriff keinem, uns bekannten Gewächs zuordnen konnten.

Ungefähr nach halber Strecke hielten wir an einem eindrucksvollen Canyon, von dem ich Mary kaum noch wegbekam – dieser Ort wurde für sie zu Ihrem Lieblingsort und persönlichem Highlight, wie auch prägendes Bild von unserer Jordanienreise. Hier legte Mohammed ein paar Äste auf einen Haufen und packte aus seinem kleinen Rucksack eine schwarze, verkohlte Teekanne und etwas Fladenbrot. Er machte ein Feuer, sammelte noch einige Kräuter im Umland und kochte uns herrlichen, stark gesüßten, Beduinentee. Danach legte er das Fladenbrot auf das Feuer und servierte uns das heiße, krosse Brot mit süßen Früchten. Nichts gibt bei diesen Temperaturen und der trockenen Luft sogar in kleinen Mengen mehr Energie. Lange verweilten wir in der Stille dieser so beeindruckenden Kulisse und schlürften demütig unseren Tee.

Von der Tierwelt haben wir leider nur wenig zu sehen bekommen, doch die Freude über den Anblick eines kleinen Kameleons war dann umso größer. Kurz vor Ende unserer Tour begegneten wir dann noch Einheimischen, die sich im Schatten niedergelassen hatten. Natürlich bekamen wir Tee angeboten und trotz fehlender englisch Kenntnisse (wir hatten aber Mohammed als Dolmetscher dabei) gestaltete sich eine durchaus lustige Begegnung. Weitere Männer beobachteten uns dabei, dass wir Fotos, auf Wunsch der Leute, machten und kamen hinzu. Als wir auf ein Gespräch mit unserem Guide Bezug nahmen, dass hier Leute ab Ende 50 (Anm.: Frauen ab 40) als alt gelten und dies bei uns nicht so der Fall sei ergab sich eine heitere Stimmung. Der älteste der Beduinen krempelte seinen Rock, unter dem alle noch leichte Hosen tragen, hoch, lachte mich an und sagte: "I’m not old, I’m strong", blickte in die sich auftuende Lichtung, schaute mich kurz an und sagte "run". Wir verzichteten dann jedoch beide zugunsten einer Teeverkostung und eines netten Pläuschchens auf das Wettrennen Alt gegen Jung.

 

 

Sechster Tag
...wir entdecken Petra

Da wir am Vortag nur noch einen kurzen Abstecher zu Fuß den Hügel hinab in die Stadt machten und uns dann bei einem Bierchen in der Cave Bar des Petra Guest Houses entspannten, bevor es mit dem Taxi retour zu einem reichlichen Abend-Buffett im Hotel ging, wollten wir diesen Tag ganz dem Weltwunder Petra widmen.

Nachdem unser Guide für die ausgedehnte Tour noch extra Wasser besorgte - einen lächerlichen halben Liter, aber er sagte ja "I am like a camel" – ging es los. Wir wanderten genau in die gegensätzliche Richtung wie alle anderen Touristen und begegneten so, zumindest bis zu den Hauptattraktionen Petras, lediglich einer geführten, 6-Köpfigen Wandergruppe. Nach einer netten Wanderung durch das felsige Umland fragte er uns kurz "do you have problem with height", worauf ich ihm erklärte, dass es nicht so schlimm ist, solange der Weg breit genug ist. Diese ergänzende Information hat er offenbar aber nicht mehr mitbekommen oder ignoriert. So, dann ging es los. Steil hinauf, dann dem Fels entlang mit Tritten, die z.T. nur wenige Zentimeter breit waren. Um etwas Sicherheit zu gewinnen lehnte ich mich an die bröckelige aber zum Glück etwas schräge Felswand. Ohne irgendeine Sicherung stieg unser Guide mit flottem Schritt in seinen ausgelatschten Klettverschluss-Turnschuhen weiter voran. Eigentlich irgendwie lebensmüde, aber die Erfahrung werde ich sicherlich nie vergessen. Ab diesem Zeitpunkt führte uns die Tour nur noch durch, auch für Normalsterbliche, begehbares Gelände, entlang der Schlucht über den Opferstein bis zu den Highlights Petras im Tal. Obwohl uns die vorherrschenden 21° wie weit über 30° vorkamen und wir schon etwas erschöpft waren, trauten wir den Einheimischen mit Ihren Mulis nicht ganz und erklommen das Kloster auch noch zu Fuß. Hier gibt es überall kleine Stände mit Snacks und Drinks die bei weitem nicht so teuer sind wie in den Reiseführern beschrieben. Diese laden alle zu einer kurzen Pause ein und bewerben sich alle selbst mit "The Best View". Nun noch zur Belohnung ein paar Souvenirs an den unzähligen Ständen mit "best price" besorgen bevor wir durch den Siq hinaus wandern. Ein wunderbares, kühles und ruhiges Erlebnis. Ruhig, naja, wären da nicht die Pferdekutschen und Reiter die einem schon manchmal Angst machen, wenn sie retour nach Petra preschen um die nächsten Touristen abzuholen.

 

 

Tag Sieben und Acht
Es geht nach Wadi Rum, dem Ort der Legende "Lawrence of Arabia"

Pünktlich um 11 Uhr geht es weiter in den Süden Richtung Wüste. Doch ein Besuch in "Little Petra", das am Wege liegt, muss natürlich noch sein - und dieser lohnt sich auch - bevor es endlich in die beeindruckende Wüstenlandschaft des Wadi Rum geht. Wir halten an einer kleinen Tankstelle mitten in der Einöde. Nassar telefoniert und berichtet uns anschließend, dass wir hier zu unserer Jeep-Tour abgeholt werden. Kurz darauf kommt auch schon unser Jeep. Mit einem leichten Lächeln steigen wir hinten auf den Pick-up auf und halten uns ordentlich fest. Der Fahrer spricht nur wenig bis kaum Englisch, mit seiner herzlichen Art erklärt aber auch er uns viele Dinge die es in der Wüste zu sehen und zu beachten gibt. Immer wieder machen wir halt und lassen uns beeindruckendes zeigen und genießen die Stille und Weite der Wüste. An einem Beduinen-"Rastzelt" bleiben wir stehen und erklimmen mühsam eine Düne – 10min Aufstieg, ja sicher… Jeder Schritt muss gefühlt ein zweites Mal gemacht werden. Unten bekommen wir Tee und werden mit Rauch "erfrischt". Der Beduine zeigt uns, wie er den Rauch unter seinen Rock gibt – Reinigen auf Wüstenart. Nach einer zwei stündigen Fahrt durch die Wüste erreichen wir das Camp – unser Schlafplatz für heute Nacht.

Wie üblich ist Nassar schon da und hat alles abgeklärt. Wir beziehen unser Zelt und Maria ist voller Begeisterung als sie entdeckt dass es sich hierbei um ein 2-Personen-Pferdehaar-Zelt mit Dusche und WC handelt. Nach einer Rast und einem Snack starten wir mit 2 Kamelen in den Sonnenuntergang der Wüste. Das Abendbuffet wird nochmals richtig genossen. Irgendwie sind wir zu Vegetariern geworden in den letzten Tagen. Sodass uns das Schaf, das in der Erde Vergraben gegart wurde, gar nicht so richtig ansieht. Den Folklore-Tanz und die anschließende Party, ähnlich fast wie in einem Club, verlassen wir bald, um den morgigen Tag wieder halbwegs ausgeschlafen genießen zu können, denn um 6 Uhr früh geht’s los zur 2. Jeep-Tour durch die Wüste.

 

 

Früh am Morgen werden wir geweckt und ziehen los zu unserer 2. Jeep-Tour. Unser erster Halt - wir sitzen in der Wüste und beobachten, natürlich mit Tee und warmen, leicht rauchig schmeckendem Fladenbrot den Sonnenaufgang. Auf der Weiteren Fahrt können wir noch einen Berg erklimmen – bzw. nur Maria, die jede Gelegenheit dazu nutzt, da ich mir leider zu viele Blasen bei der Wanderung in Petra geholt habe. Wir sehen wie man sich die Hände mit Pflanzen wäscht die zur Seife werden - mit einem breiten Grinser im Gesicht tönt es: "look - clean" -, wo man Wasser findet und wie die wenigen noch "ansässigen" Nomaden leben.

Abschließend genießen wir noch die erhaltenen Lunchpakete im bereits "verlassenen" Camp und spazieren ein paar Meter durch die Wüste bevor es weiter geht nach Aqaba, unserer letzten Station auf dieser Reise. Am Weg dorthin halten wir noch im "Bait Ali Camp" das uns Nasser unbedingt noch zeigen will und wo wir gemeinsam noch einen landestypischen Tee genießen. Ein Fotostop am Bahnhof von Wadi Rum - an dem die Aqababahn - eine durchwegs geschichtsträchtige Eisenbahn hält - muss natürlich noch sein.

In Aqaba angekommen - nach dem üblichen "Verlaufen" in die Gegenden, die für uns die Städte im ersten Eindruck immer so "ungenmühtlich" erscheinen lassen, finden wir doch noch ein paar nette Gassen mit Gewürzhändlern und anderen netten Läden, bevor wir ins Hotel zum Abendessen gehen.

 

 

Tag Neun
...es geht an den Strand zum Relaxen und Schnorcheln

Wir entschließen uns heute ganz und gar dem Strand- und Schnorchelerlebnis am "South Beach" hinzugeben und fahren sogleich mit dem Shuttle nach Süden. Rechtzeitig zum Abendessen – wieder ganz alleine – retour, packen wir noch die restlichen Sachen ein und machen einen abschließenden Spaziergang in der Umgebung unseres Hotels. Diese Gegend ähnelt stark denen in touristischen, europäischen Ländern am Mittelmeer.

 

 

Tag Zehn
Eine anstrengende Rückreise beginnt

Wie nicht anders zu erwarten werden wir pünktlich um 09:00 Uhr abgeholt und treten unsere doch lange Reise nach Hause an. Es geht mit dem Auto dem Desert-Highway entlang nach Norden bis zum Flughafen Queen Alia. Dann heißt es Abschied nehmen von Jordanien und den Rest der "JD" im Duty-Free umsetzen. Nochmals Gesichts-Scan bei der Ausreise und wir fliegen Richtung Wien, wo wir – ungewohnter Weise – nochmals durch das ganze Security Prozedere geschickt werden, bevor wir weiter nach Salzburg fliegen können. Gegen 23:00 Uhr sind wir wieder zu Hause angelangt.

 

 

Was bleibt von dieser Reise? Sicherlich die nicht allzu überraschende Erkenntnis, dass für uns die Natur spektakulärere Überraschungen bereit hält wie diverse Großstädte. Und von dieser – in vielen Gegenden auch noch sehr sauberen, da nur von wenigen Menschen bewohnten – Landschaft hält Jordanien einiges bereit. Für uns ist es nach diesem Urlaub nicht ganz verständlich, dass viele Touristen nur nach Petra fahren und die beeindruckende Landschaft z.B. des Wadi Rum und das Dana Reserve nur im Rahmen einer 2-stündigen Jeep-Tour oder aber auch gar nicht besuchen. Diese Landschaft, die Einfachheit sowie die typische Gastfreundschaft und Herzlichkeit der dort angetroffenen Menschen macht für uns dieses Land in erster Linie so besonders reizvoll und bereisenswert. Natürlich werden auch all die anderen Erlebnisse in Erinnerung bleiben. Das hektische Treiben in den Städten, die intensiven und prägenden Gerüche und Speisen in diesem für uns doch sehr fremden Land.



 

Jordanien المملكة الأردنّيّة الهاشميّة - 2014

460 Eindrücke auf einen Blick


Unsere Guides - Our Guides

 

Nassar

Nasser - unser "Driving-Guide"

Nasser hat uns mit einer kleinen Unterbrechung vom 2. Tag an begleitet. Er hat uns viele Geschichten erzählt, Tips und Informationen gegeben. Auch organisatorisch hat er sich immer um alles gekümmert.

Wir haben uns auf unserer ganzen Reise sehr wohl gefühlt und konnten so auch zwischendurch gut entspannen. Dass wir nicht selber fahren mussten und immer gut uns schnell ans Ziel gebracht wurden, darüber sind wir sehr froh.

Danke...

Nasser - our Driving-Guide & "Manager"

Nasser has been our Drifing-Guide since the 2nd day of our trip. He told us a lot of stories and gave us many additional information. As well he was allways good for a joke. He organised everything very well for us. We allways enjoyed our journey and had a lot of time to relax as we didn't have to drive by ourselves.

Thanks a lot - You did a great job man!

Nassar

Contact Nasser:

Tel./Mobile: +962-79-1474380
mail to: nasser.tours@hotmail.com


 

Mohamed

Mohamed, unser Wanderführer in Dana...

...hat uns wohl einen der schönsten Tage in unserem Urlaub und sicherlich eine unvergessliche Wanderung beschert. Er hat uns viele Dinge gezeigt und erklärt. Durch seine herzliche und freundliche Art sowie sein sehr gutes Englisch hatten wir viel Spaß und konnten die faszinierende Natur im Dana Reserve hautnah erleben.

Eine Wanderung ohne Guide ist in diesem Bereich des Reservats nicht möglich und aus unserer Sicht auch nicht wirklich zu emmpfehlen, da eine Orientierung hier nicht gerade leicht fällt.

Mohamed - our Hiking-Guide at Dana Nature-Reserve

It has been one of the most beautiful and amazing days of our trip, thanks to Mohamed. He always had a smile in his face and a story in mind. He also sweetened our trip with a great cup of tea, fresh bread a some fruits.

We won't recommend a hike without a guide in this area as orientation is very difficult.

Mohamed

Contact Mohamed via "Dana Hotel":

Tel./Mobile: +962-79-5597307 (Suleiman Jarad)
mail to: dana.hotel@yahoo.com
mail to: SuleimanJarad@yahoo.com
web: http://suleimanjarad.webs.com/


 

Mohamed

Mohamed, unser "Local-Guide" in Petra

Vorab sei erwähnt, dass man zur Besichtigung Petras nicht unbedingt einen Guide braucht. Will man jedoch den Besuch Petras mit einer interessanten Wanderung verbinden, so empfiehlt sich auch hier ein Guide, da gewisse Routen nicht für Touristen alleine zugänglich sind - und das hat seinen Grund...

Was die Preise für solche Touren betrifft, so sollte man immer vorab Informationen einholen und einen fixen Preis vereinbaren.

Our Local-Guide in Petra - Mohamed: Normaly it is not necessary to have a guide to visit Petra. But if you want to do a special hike, in this case we would suggest so. We will never forget the hike with this guy!

Contact Mohamed:

Tel./Mobile: +962-77-6122136 (Suleiman Jarad)
mail to: hashwa@hotmail.com


 

Jeep_Guide

Unser Guide und Jeep-Fahrer im Wadi Rum

Wer ins Wadi Rum kommt sollte, wie bereits erwähnt seinen Besuch nicht auf eine Jeep-Tour beschränken. Dies bedeutet jedoch umgekehrt auf keinen Fall, dass man einen Besuch ohne Jeep-Tour beenden sollte. Wir haben gleich 2 Touren unternommen. Eine (inkludierte, 2-stündige) Tour und eine zweite Tour 4-stündige am nächsten Morgen um den Sonnenaufgang in der Wüste zu erleben und uns weitere High-lights anzusehen.

Außerdem haben wir mit dem Sohn unseres Jeep-Guides am ersten Abend einen Kamelritt in den Sonnenuntergang unternommen. Auch diese, durchwegs erheiternde, Erfahrung können wir nur jedem ans Herz legen.

Our Jeep-Driver in Wadi Rum

Thanks a lot for all the great things we discovered with you during our two jeep-tours and the camel-ride. Thanks as well for the very warm welcome. We had a lot of fun and enjoyed the days in the desert very much.

Jeep_Guide


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MH - Marco Herzberger
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