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...Unsere Reiseroute - Foto-Stops im Überblick smiley_daumen_hoch...




 

Links zur Reisegestaltung:

Hier findet Ihr ergänzend zu den Links die ich im Reisebericht eingebaut habe ein paar zusätzliche, interessante und vielleicht auch nützliche Informationen...


...zum Thema Buchen:

ASI

Wir haben diese Reise direkt über ASI gebucht. In diesem Fall wurde die Reise an sich – Flug, Transfers, Hotel – über TUI abgewickelt und die geführten Wanderungen von einem ASI-Guide geleitet. Kurz vorweg – alles klappte wunderbar und wir mussten uns wirklich um Nichts kümmern. Alle Reiseunterlagen und noch div. weitere Extras wurden schön sortiert und rechtzeitig zugesandt.

Es stellte sich als großen Vorteil heraus, dass zusätzlich zum Wander-Guide auch ein eigener Busfahrer mit dabei war. Somit konnten wir weite Teile der Insel erwandern, da wir nicht gezwungenermaßen "im Kreis" gehen mussten um wieder am Ausgangspunkt in den Bus einzusteigen. Ferner ermöglichte dies – wenn auch nicht genutzt – sich bei diversen Wanderungen den Auf- oder Abstieg zu ersparen. Bezüglich der 6 Wanderungen in Folge und des Leistungsniveaus haben wir uns ja auch einiges an Gedanken gemacht. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass die Beschreibung und Kategorisierung von ASI aus unserer Sicht absolut treffend war und eine gute Orientierung bezüglich der Konditionserfordernisse bietet. Für uns ist die 3-Stiefel-Wanderreise auf alle Fälle die richtige Entscheidung gewesen. Diese bietet eine hervorragende Kombination aus Wanderung die einen guten Überblick bieten und Relax in der verbleibenden Zeit. Naja, wir wollten ja schließlich auch keine einwöchige-Expeditionsreise buchen...

Nette Überraschungen boten die beiden Tage, an denen wir nicht im Buffet-Restaurant gespeist haben sondern jeweils ein Gänge-Menü bekamen. Auch wenn ich normalerweise eher ein Fan von Buchungen nur mit Frühstück bin, hat sich die Vollpension hier absolut ausgezahlt. Da wir ja unter Tags mit ASI immer in tollen lokalen Restaurants waren, hatten wir nicht so den Bedarf, uns am Abend ein nettes Lokal zu suchen, sondern waren froh im Hotel mit unseren Wanderkollegen essen zu können. Hier noch der einzige Hinweis den ASI/TUI vergessen haben – im Restaurant sind keine kurzen Hosen erlaubt – zumindest beim Abendessen.

Wenn ich jetzt kleinlich wäre, dann könnte ich mir als Tüpfelchen auf dem i noch ein Streckenprofil der angeführten Wanderungen wünschen, da die reinen HM Angaben doch zum Teil etwas täuschen können – aber man muss ja nicht übertreiben.

Hier ein Link zum ASI-Blog in dem Ihr - neben vielen andren Reiseberichten von ASI-Kunden - auch einen Auszug aus diesem Reisebericht finden könnt.



...zu unserem Guide...

Jorge

...Jorge – der einwandfrei deutsch spricht – ist, das merken wir schnell, wie unser Guide Björg in Island, ein sehr erfahrener Guide, der seinen Job mit Leidenschaft und Freude ausübt. Was einem sicherlich nicht von jeder Gruppe sehr einfach gemacht wird, aber da nehme ich unsere Gruppe mal aus.

Was uns sehr gut gefallen hat:

Jorge war immer gut gelaunt und hat die Gruppe z.B. mit diversen Überraschungen und kleinen "Schmankerln" bei Laune gehalten und stets motiviert.

Die Wanderungen waren sehr kurzweilig, top ausgesucht – wie auch die Restaurants – meist abseits der "Touristenpfade" und vergingen wie im Flug, da man die Länge und Anstrengung kaum merkte. Zwischendurch erhielten wir immer tolle Informationen zur Flora und Kultur sowie den Speisen und der Geschichte des Landes ohne ständig vollgelabert zu werden.

Wir fühlten uns immer sicher und gut aufgehoben, da Jorge alles gut im Blick und die Gruppe in Griff hatte. Die Pausen waren toll geplant und er achtete immer darauf, dass keiner unter- oder überfordert wurde. Es herrschte somit ein gleichmäßiges und angenehmes Tempo vor, und doch konnte jeder bei gröberen Anstiegen sein eigens Tempo gehen.

Trotz – oder gerade wegen – seines lockeren Auftretens und seines Humors war er immer Herr der Lage, egal ob es um verlorene Schuhsolen, Stacheln im Knie oder andere "Problemchen" ging.

Wichtige Informationen zum nächsten Tag oder zu Änderungen im Programm – dies kam natürlich auch vor, da alle Wanderungen auf das Wetter und die Sicht abgestimmt wurden - erhielten wir immer auf der Rückfahrt ins Hotel. Während der Hinfahrt zu unserem Ausgangspunkt erzählte uns Jorge immer spannende Details zur bevorstehenden Wanderung und der Region in der wir diese machten und beantwortete diverse Fragen.

Auch bezüglich diverser Vorlieben das Essen betreffend – also betreffend Leute die auf einer Insel Wandern und nichts essen, was aus dem Meer kommt – konnte Jorge immer eine Lösung anbieten und hat alles top organisiert – DANKE…



Diese Reise, die Organisation inkl. der Transfers sowie unser Guide verdienen sich absolut die drei_stiefel und von mir gibt es auch noch Sterne sowie das Prädikat "eine Fotoreise wert" obendrauf.



La Gomera 2015

1. Tag - 07. März

Willkommen auf La Gomera:
Flug nach Teneriffa, per Fähre nach La Gomera und Transfer vom Hafen zum Hotel Jardin Tecina.

2. Tag - 08. März

Im Zauberwald – der Nationalpark Garajonay:
Tolle Wanderung auf Dschungelpfaden durch den Lorbeerwald zur Eremitage Nuestra Señora de Lourdes. Entlang des einzigen ganzjährig fließenden Baches geht es zum Dorf El Cedro. Über eine Steilstufe vorbei an einem Wasserfall gelangen wir in den Bco. von Monteforte mit wechselnden Tiefblicken. Der weitere Verlauf der Wanderung führt uns durch &uumL;ppige Plantagen nach Hermigua.

3. Tag - 09. März

Vallehermoso – das schöne Tal:
Im fernen Nordwesten erwartet uns eine Schluchtendurchquerung. Beim Abstieg erhalten wir bizarre Einblicke in ein prachtvolles Tal, das mit Felsen und Schluchten gespickt ist. Nach einem Besuch des Cafés auf der Plaza geht es wieder bergauf. Vorbei am Fuße des Fels Cano, erreichen wir über einen Lorbeerwald unser Ziel.

4. Tag - 10. März

Der Hirtensteig zum Himmel:
Nach kurzer Anfahrt beginnen wir den Aufstieg durch einen Pinienwald. Zu beiden Seiten eröffnet sich der Blick in tiefe Schluchten, Felsformationen (Roque Agando) und am Horizont ragt der Teide empor. Am Kamm entlang begleitet uns der Talgrund der Schlucht von San Sebastian.

5. Tag - 11. März

La Fortaleza - Garajonay:
Der Weg führt uns zuerst zum zweiten Wahrzeichen der Insel, den heiligen Tafelberg der Ureinwohner, Fortaleza de Chipude. Anschließend erklimmen heute den für den ersten Tag geplanten höchsten Gipfel der Insel, den Garajonay mit seinen 1487 HM. Dort können wir den weiten Rundblick auf die Nachbarinseln, Teneriffa, La Palma, El Hierro und auch Gran Canaria genießen.

6. Tag - 12. März

Die Schlucht von Guarimar:
Unsere Hausschlucht liegt nur 20 Fahrminuten entfernt und somit beinahe vor unserer Tür – und ist doch eines der atemberaubendsten Bergerlebnisse, die La Gomera zu bieten hat. Anfangs geht es noch lieblich den Hang hinunter, der majestätisch anmutende Teide begleitet uns in der Ferne. In Targa beginnt eine spektakuläre Bergwelt, die uns steil hinunterführt bis zum Talgrund. Danach geht es wieder bergauf bis zum idyllisch gelegenen Dorf von Imada.

7. Tag - 13. März

Das Valle Gran Rey:
In Arure beginnt unser Abstieg, der uns in den ersten zwei Stunden 300 m über einen leicht abfallenden Bergrücken in die Weite des Meeres führt. Es scheint, als ob wir genüsslich den Nachbarinseln La Palma und El Hierro entgegen wandern. Danach beginnt der eigentliche Abstieg, der uns nach und nach zum Hafen bringt.

8. Tag - 14. März

Abschied von La Gomera:
Heute heißt es leider Abschied nehmen von La Gomera - um 06:00 Uhr Transfer per Bus und Boot zum Flughafen von Teneriffa und Rückflug nach Salzburg.




Weiterführende Tips...

...zum Thema Klima:
das Klima auf La Gomera kann sehr unterschiedlich sein, da es, trotz der geringen Größe der Insel, unterschiedlichste Klimazonen gibt. Umso wichtiger ist es verschiedene Kleidungs-Schichten einzupacken.

...zum Thema Outfit und Gepäck:
hier kann ich gerne auf die Aufstellung von ASI verweisen (natürlich nicht ohne meinen "Senf" dazu zu geben)...

Grundausrüstung für Ihre ASI-Reise:

  • Tagesrucksack mit ca. 25 Liter Volumen (oder eben einen ordentlichen Fotorucksack)
  • Knöchelhohe Bergschuhe mit Profilsohle (Knöchelhohe machen wirklich Sinn auf diesen Wegen)
  • Wasserflasche mit 1 Liter Fassungsvermögen (ich bevorzuge einen Rucksack mit Trinkblase)
  • Zweckmäßige Wanderbekleidung - T-Shirts, Trekkinghose, Wandersocken
  • Warme Zusatzbekleidung wie Pullover, Mütze, Handschuhe (schadet nie und braucht nicht viel Platz)
  • Regenschutz
  • Sonnenschutz - Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme, ...
  • Persönliche Medikamente (eine kleine Reiseapotheke ist nie ein Fehler)

Zusätzliche empfohlene Ausrüstung

  • Teleskopwanderstöcke als Gehhilfe (kann ich mich nicht so mit anfreunden...)
  • Taschenmesser
  • Fotoausrüstung, Filme (heutzutage wohl eher Speicherkarten und Akkus), Fernglas
  • Bequeme Schuhe oder Sandalen (sagen wir mal Flip-Flop dazu)
  • Badesachen
  • Regenschutzhülle für den Rucksack (bitte keine Regenschirme auf Reisen...)
  • Funktionsunterwäsche
  • Überhose, wind-, wasserdicht und atmungsaktiv (eine ordentliche Trekking-Hose tut‘s auch)
  • Regenjacke mit Kapuze, wind-, wasserdicht und atmungsaktiv
  • Süßigkeiten - z.B. Müsli Riegel, Getränkepulver etc. (ich bevorzuge Müsli-Riegel, Bananen & schlichtes Wasser)

...zum Thema Trinken:
abseits des Gipfelschnapses, eines Gläschen guten Hausweines oder einer lokalen Halben-Bier sollte man natürlich immer darauf achten genügend Wasser dabei zu haben. Hier bietet das Hotel die Möglichkeit gleich einen 8L-Kanister Wasser aufs Zimmer liefern zu lassen. Dies ist recht günstig und erspart das tägliche Laufen vom Shop zum Zimmer mit einzelnen Wasserflaschen – schließlich ist man ja auf Urlaub.



 

La Gomera - Fortaleza - Wanderreise

Insel der Palmen, Wälder und Schluchten

 

Erster Tag
Anreise

06:20 Uhr Abflug – Ich hätte nie gedacht, dass um diese Zeit so ein Rummel auf dem Salzburger Flughafen herrscht, geschweige denn, dass irgendein Geschäft offen hat. Alles geht ruck-zuck – wir haben ja wie üblich bereits online eingechecked – und schon sitzen wir im Flieger. Nun noch schnell die Tragflächen enteisen und es kann los gehen. Hoffentlich ist das Wetter wie versprochen am Zielort etwas wärmer wie in hiesigen Gefilden. Also frei nach dem Lieder-Motto "reif für die Insel" und "ab in den Süden" starten wir los zu unserer ersten geführten Wanderreise.

3 Stunden und 20 Minuten später – unter Berücksichtigung einer "gewonnenen" Stunde Zeitverschiebung – landen wir überpünktlich in Teneriffa. Hier kommen auch gleich die ersten Urlaubsgefühle auf. 26° C, jetzt heißt es erst mal akklimatisieren. Da wir ohnehin einiges an Zeit haben und auf die nächste Fähre warten müssen, entschließen wir uns kurzerhand zu einem Abstecher ins Touristen-Städtchen am Strand gleich neben dem Hafen. Der erste Eindruck von den Kanaren war ja nicht gerade berauschend – während des Anfluges auf Teneriffa-Süd konnten wir nur unzählige, für uns abschreckende, vierkant-förmige Bettenburgen mit einem, meist zentral angeordnetem, Pool entdecken. Aber was solls, wir fahren ja ohnehin weiter, also keinen Gedanken mehr daran verschwenden und ein Bierchen zur Abkühlung ordern - Preise sind ja sehr ok hier. Während wir so an der Strandpromenade in der Hamburgeseria/Cerveceria/Restaurante sitzen, fallen uns die unzähligen älteren Herrschaften auf ihren motorisierten Mischungen aus Rollstuhl, Moped und Einkaufswagen auf. Sehr behindertenfreundlich hier oder einfach nur etwas überaltertes Publikum?!

Wie auch immer – sicherlich ein nettes und klimatisch ansprechendes Pensionsdomizil. So, nun geht es aber auf die Fähre – leider ist der erste Blick auf La Gomera etwas sehr diesig, oder sagen wir eher sandig. Denn wie wir später erfuhren, handelte es sich in den ersten beiden Tagen keineswegs um diesiges Wetter, vielmehr herrschte eine Wetterlage vor, die Sand von der Sahara auf die Kanaren weht und die kleinen, weißen Kristalle lassen den Himmel im Sonnenlicht gerade zu grell "erleuchten" – der sogenannte Calima weht vom Osten her. Vom Hafen in San Sebastian aus geht es mit dem Taxi – inkl. zweier weiterer Touristen, denen wir auf unserer Wanderreise wiederbegegnen und mit denen wir auch viel zu lachen haben werden – Richtung Hotel in Playa de Santiago. Bereits während der Fahrt können wir einen Eindruck von der grandiosen Landschaft, die wir in den kommenden Tagen erwandern werden, gewinnen. Alle Transfers klappten wunderbar. Check-In im Hotel – auf den ersten Blick eine tolle Anlage, die hervorragend in die Landschaft integriert wurde und keinerlei Ähnlichkeit mit den Bettenburgen in Teneriffa hat - alle Mitarbeiter sind sehr freundlich und hilfsbereit. Wir beziehen unser Zimmer, erkunden das Gelände und begeben uns nach einem Drink an der Pool-Bar ins Restaurant zum Abendessen – Buffet natürlich.

 

 

Zweiter Tag
Im Zauberwald

Gestern beim Check-In haben wir noch die Information erhalten, dass wir uns heute um 08:30 Uhr mit unserem Wander-Guide in der Hotel-Lobby treffen werden – die Spannung steigt, aber wie üblich sind wir natürlich mehr gespannt auf die anderen Mitreisenden, mit denen wir die kommenden Tage verbringen werden. Zuvor gibt es aber ein – für mich sehr untypisch ausgiebiges, dennoch sehr leckeres Frühstück, das wir in Ruhe am Balkon des Restaurants mit grandiosem Ausblick genießen. Ich liebe diese Maisbrötchen. Pünktlichst sind alle am vereinbarten Treffpunkt. Das liegt sicherlich mitunter daran, dass alle weiteren Mitreisenden - mit der Ausnahme von zwei Schweizern die aber angeblich auch wie ein Präzisionsuhrwerk funktionieren und zwei Bayern - aus Deutschland kommen und somit wohl dem Ruf der deutschen Gründlichkeit und Pünktlichkeit gerecht werden müssen. 15 Wanderlustige und 1 Guide – alle da, es kann los gehen. Bevor wir aber unsere erste Wanderung antreten, bekommen wir noch einen Begrüßungs-Orangen-Saft zum anstoßen und Jorge – unser Guide "Schorsch", wie wir sagen würden – erklärt uns noch alles Notwendige über die kommenden Tage und die bevorstehenden Wanderungen. Nach einer Kontrolle, ob wir ja alle das richtige Schuhwerk dabei haben, kann es nun wirklich los gehen. Jorge stimmt die Wanderungen immer auf das Wetter und die Fernsicht ab, daher starten wir mit einer anderen Wanderung als geplant – heute geht es in den "Zauberwald" im Nationalpark Garajonay.

 

Eine tolle erste Wanderung geht zu Ende. Abgesehen von zwei verlorenen Schuhsohlen gab es keine gröberen Vorfälle. Die Gruppe harmonisiert die Wanderungen betreffend sehr gut und auch ansonsten scheint es in dieser Runde ein recht lustiger und unterhaltsamer Urlaub zu werden. Das Tempo ist angenehm und es lassen sich nebenbei gemütlich ein paar Fotos schießen.

 

Dritter Tag
Vallehermoso

Die kommenden Tage verlaufen eigentlich sehr ähnlich und trotzdem doch auch immer irgendwie abwechslungsreich und voller Spannung auf neue Ausblicke und Erlebnisse mit einem Hauch Vorfreude auf einen genialen Wanderabschluss bei leckeren, lokalen Speisen: Morgens vom Balkon aus den Sonnenaufgang beobachten und danach zum Frühstücksbuffet schlendern. Anschließend machen wir uns fertig für die Wanderung die, wie erwähnt, immer in einem kleinen, aber feinen, familiär geführten lokalen Restaurant endet. Der Hunger ist immer groß, aber die Portionen stehen dem nie wirklich nach. Dazu genießen wir, je nach Geschmack, ein Bierchen oder ein, zwei Gläschen vom inkludierten Haus-Wein sowie einen sehr intensiven, kleinen Kaffee. Gut gestärkt geht es danach zurück ins Hotel wo wir meist noch einen kurzen Abstecher an einen der drei Pools machen bevor es zum Abendessen geht. Nach einem geselligen Essen mit der Gruppe fallen wir dann aber auch schon ohne intensiveres Abendprogramm ins Bett – ausschlafen ist angesagt – und um 08:30 bzw. 09:00 Uhr, je nach Wanderung, geht es am nächsten Tag wieder los. Irgendwie sehr erholsam und anstrengend zugleich.

Die heutige Wanderung führt uns zuerst hinab ins Tal und danach auf den gegenüberliegenden Kamm hinauf wo wir wieder von Ibrahim – unserem immer strahlend lachenden und zuverlässigen Busfahrer – aufgesammelt werden. Die Wanderung startet bei starkem Wind und mit feuchten Nebelfeldern die über unsere Köpfen hinweg ziehen. Aber bereits nach wenigen Gehminuten können wir die Jacken und Kapuzen wieder abnehmen, da ein paar Höhenmeter tiefer das Klima um einiges angenehmer zum Wandern ist. Nichts desto trotz bieten die in den Wolken hängenden und von Nebelschwaden umflossenen und zerklüfteten Felsen einen grandiosen Anblick. Aber auch die unterschiedlichste Flora kann begeistern. Abgesehen von den Palmen und Kakteen fallen uns vor allem die riesigen Blütenstände der Agaven auf. Dass wir auf einer kleinen Insel wandern, merken wir nur selten, denn das Meer ist bei diesem Wetter kaum zwischen den Wolken am Himmel und dem Bergkamm erkennbar- nur manchmal blitzt und schimmert es strahlend blau hervor und gibt sich so zu erkennen. Gestern eine verlorene Schuhsole – heute Kaktusstacheln im Knie – immer eine kleine Showeinlage mit dabei. Zum Glück ist Jorge – wie erwartet – gut ausgestattet und das kleine Malheur ist schnell behoben. Mit Kichererbsen-Eintopf verköstigt und gut gesättigt werden wir heute mal den Meer-Wasser-Pool sowie die Poolbar im "Beach-Club" testen. Diese befinden sich unten – und damit meine ich einige Höhenmeter weiter unten – am Strand. Zu unserem Glück gibt es aber einen Lift, der uns anstrengungsfrei an den Fuß des Felsens auf dem sich die Hotelanlage befindet befördert. Abends – so erklärt uns Jorge – werden wir das Buffett-Essen gegen ein 5-gängiges Menü auf der Terrasse eines der Hotelrestaurants austauschen. Zu unser aller Erheiterung war ein Gang im Menü als "lokaler Flussbarsch" angeführt und das auf einer Insel mitten im Atlantik mit einem einzigen ganzjährig fließenden Bächlein.

 

 

Vierter Tag
Hirtensteig zum Himmel

Die dritte Wanderung steht uns bevor und irgendwie machen wir uns Sorgen, wie wir diese wohl überstehen werden, da uns bereits die Stufen aus dem ersten Stock hinab zum Frühstücksbuffet die letzten beiden Tage in den Beinmuskeln spüren lassen. Wir hatten uns ja zu Hause schon Gedanken zu den sechs Wanderungen in Folge gemacht, aber bereits nach den ersten wenigen Wandermetern geben unsere Beine Entwarnung und wir können uns wieder über einen herrlichen, genussvollen Tag in der beeindruckenden Landschaft dieser Insel freuen. Entlang einer pittoresken, für La Gomera so typischen Schlucht wandern wir heute bergauf-bergab. Die Landschaft ist geprägt von Palmen, Büschen, grün-gelb schimmernden "Ebenen", die durchzogen sind von zerklüfteten Felsen und von Schluchten durchbrochen werden. Und dann – wir umwandern einen kleinen Hügel - streckt er seinen Gipfel aus den Dunstwolken empor, der Teide , mit 3718 HM die Höchste Erhebung Spaniens. Der strahlend blaue Himmel gibt den Blick frei auf Teneriffa die größte Insel der Kanaren. Unser Weg führt uns durch einen Pinienwald und vorbei ein markanten Felsgebilden die zum Teil in grandiosen, rot-gelb-orange Schattierungen erstrahlen. Wenn man etwas genauer hinsieht, kann man auch auf den schlicht wirkenden Feldern und Felsvorsprüngen unzählige unterschiedliche Blumen und Pflanzen erkennen. Heute nehmen wir unser abermals wohl verdientes Mahl in der – so Jorge – "Fischbude" am Strand ein. Es wird uns eine köstliche, überdimensionale Paella aufgetischt. Natürlich darf der süße Nachtisch – mit dem wir mittlerweile schon rechnen – und ein "kurzer Schwarzer" nicht fehlen. Zur Überraschung des Geburtstagskindes in der Runde hat Jorge einen Kuchen mit Kerzen organisiert. Vom Restaurant aus haben wir es nicht weit, da dies zwischen dem kleinen Ort und unserer Hotelanlage direkt am Strand liegt, also gehen wir kurzer Hand zu Fuß. Als kleine Verdauungsunterstützung und Belohnung gibt’s obendrauf noch ein bayerisches Schnäpschen von den Kollegen spendiert und weil es gerade so lustig ist, gönnen wir uns anschließend noch einen Cocktail an der Poolbar.

 

 

Fünfter Tag
Fortaleza & Garajonay

Ibrahim steuert unseren Kleinbus auch am heutigen Tag wieder sicher über die Straßen La Gomeras. Diese schlängeln sich, von weitem gut sichtbar, die Hänge entlang bergauf und bergab in Serpentinenform von Tal zu Tal. Wir starten zum Aufwärmen mit der Besteigung des Tafelberges und wandern anschließend weiter auf den Höchsten Punkt der Insel – den Garajonay mit seinen 1487 HM. Wir sind fasziniert von der Natur, die sich die kargen Flächen, die der große Waldbrand 2012 hinterlassen hat, mit voller Kraft zurückerobert. Verkohlte Baumstämme und Palmen, die wieder ergrünen und einen fast außerirdischen Anblick bieten. Ein faszinierender Kontrast zu der sonst so grünen Insel. Am Gipfel gibt es zwar keinen Gipfelschnaps, dafür überrascht uns Jorge jedoch mit einem deliziösen Süßwein aus der Region. Zum Essen wird uns heute Kaninchen serviert, aber davor gibt es den üblichen, sehr üppigen und für uns ungewohnt süß marinierten und sehr kreativ zusammengestellten Salatteller sowie unsere drei "Lieblinge" –eine scharfe rote Mojo (Palmero), eine grüne Mojo (Perejil) sowie den Almogrote, einen Aufstrich der mich an eine Mischung aus Parmesan und Ziegenkäse mit einer leichten und fein scharfen Note erinnert.

 

 

Sechster Tag
Die Schlucht von Guarimar

Die fünfte von sechs Wanderungen steht heute auf dem Programm – wie doch die Zeit vergeht. Wir fahren zur "Hausschlucht" nur 20 Minuten vom Hotel entfernt. Zuerst führt uns unsere Fahrt wieder durch die kargen und zum Teil verdorrten Landschaften der untersten Klimazone im Südlichen La Gomera. Diese Klimazone ist durch höhere Temperaturen und Trockenheit geprägt. Die Hänge sind mit unzähligen, künstlich angelegten Terrassen durchzogen, die sich wie Adern durch die Landschaft ziehen und das Bild der Region stark prägen. Diese Terrassen wurden in Form von Steinmauern in Zeiten angelegt, in denen die Landschaft der Insel noch durch riesige Bananen-Monokulturen bestimmt war. Wir beginnen unsere Wanderung abermals - für uns zu Hause eher ungewohnt - mit einem Abstieg ins Tal bevor wir wiederum zu einem idyllischen Dorf aufsteigen werden. Teneriffa und den Teide als ständige Begleiter im Augenwinkel erwandern wir eine Landschaft, die gekennzeichnet ist von schroffen Felsen und Lavagestein. Das tägliche "Carbo-Loading" genießen wir bei strahlendem Sonnenschein und rauschendem Meer nochmals in der kleinen aber feinen Fischbude – die diesen Namen sicherlich nur optisch verdient - direkt am Strand. Diesmal bleiben wir etwas länger sitzen, da wir ja nicht gemeinsam mit dem Bus weiter müssen und wir es hier so herrlich entspannend finden – vor allem mit einem Gässchen Wein in der Hand. Anschließend machen wir einen kurzen Abstecher in das nahegelegene Dorf um in einem lokalen Laden ein paar Mitbringsel wie Mojo und Miel de Palma – den inseltypischen Palmenhonig, der auf Grund von EU-Richtlinien bald Palmen-Sirup genannt werden wird – zu besorgen.

 

 

Tag Sieben
Das Valle Gran Rey

Das Vale Gran Rey – es stellt mit seinen eindrucksvollen Klippen und steinigen Felsen einen starken aber nicht weniger beeindruckenden Kontrast zu den bisher so grünen Landschaften die wir bisher erwandert haben dar. Auf dem Weg dorthin halten wir noch an den schönsten Felsformationen der Insel um ein Foto zu machen. Der Wind weht unerbittlich und die feuchten, kühlen Nebelschwaden erfrischen uns mehr als uns lieb ist, denn auf Grund der zu erwartenden Temperaturen haben wir natürlich nur kurze Hosen und kurze Shirts an – doch dieser Anblick ist es allemal wert. Nach einem kurzen Anstieg wird uns der heutige Weg stets nach unten Richtung Strand führen. Von Beginn an haben wir einen grandiosen Ausblick über die Weite des Tals – wir sind abermals überwältigt von der landschaftlichen Schönheit die diese Insel zu bieten hat – obgleich wir keinen Blick auf die Inseln La Palma und El Hierre erhaschen können. In einem typischen Hafenrestaurant genießen wir passend einen leckeren Fisch bevor wir noch die kleine Ortschaft erkunden. Im Gegensatz zu dem doch etwas älteren Klientel in den Hafenkneipen von Teneriffa scheinen hier einige in der Generation Hippie hängen geblieben zu sein – dies verleiht der Gegend allerdings auch einen gewissen einzigartigen Charme. Kurz noch einen Ron Miel in der Dorf-Bar und ab ins Hotel zum Packen. Unser Abendessen genießen wir im Beach Club des Hotels unten am Strand. Ein weiteres Mal dürfen wir uns über ein 6 gängiges Menü freuen und müssen uns nicht am Buffet entscheiden, welche der vielen Köstlichkeiten – und vor allem der sehr verlockenden Nachspeisen – wir wohl heute zu uns nehmen wollen.

 

 

Tag Acht
Abschied nehmen

Eine grandiose wie auch anstrengende Wanderwoche neigt sich dem Ende zu. Wir werden um 06:00 Uhr am Hoteleingang abgeholt und noch im Dunkeln zur Fähre gebracht. Zum ersten Mal auf einer Reise werden wir am Flughafen mit "Last Call" aufgerufen – naja, eine endlos Schlange bei der Gepäckkontrolle und dann wollen die auch noch jedes Objektiv, jeden Filter und jedes andere noch so kleine Foto-Equipment einzeln sehen. Hechelnd im Flieger angekommen geht es auch schon los in Richtung Heimat. Es erwartet uns ein grandioser Flug der uns diesmal nicht wie beim Hinflug über die Nordküste Spaniens, sondern über Marokko und Algerien führen wird. Bei herrlichem Wetter und ausgezeichneter Fernsicht passieren wir den Hohen Atlas und können einen Blick auf die verschneiten Gipfel mitten in der Wüste werfen. Weiter führt uns der Flug über ein Wolken-Mittel-Meer das den Blick auf das Land darunter erst wieder kurz vor den Alpen frei gibt – verschneite Berge. Wir landen in Salzburg bei doch erträglichen Temperaturen und noch immer angezuckerten Gipfeln rund um die Stadt.

 

 

Noch kaum ein Urlaub ist so schnell vergangen wie dieser. Dies liegt sicherlich am etwas "strafferen" Tagesverlauf aber unter anderem – so denke ich - auch an der durchwegs kurzweiligen Interpretation der Reise durch unseren Guide Jorge sowie der netten Reisegruppe.

Was bleibt abschließend noch zu sagen – eine durch und durch gelungene Reise – das ist dem Bericht und meinen Ausführungen über den organisatorischen Teil denke ich zu entnehmen, somit bleibt nur noch eins:

Vielen Dank Jorge, vielen Dank Ibrahim und natürlich auch ein großes Dankeschön an die ganze Gruppe, denn nur eine tolle und harmonische Gruppe kann so eine Reise im positiven Sinne unvergesslich werden lassen. Trotz der zu leistenden Anstrengungen hatten wir so sehr viel Spaß, konnten eine durchwegs entspannte und erholsame Reise genießen sowie tolle Erlebnisse und Bilder mit nach Hause nehmen. Vielleicht sieht man den einen oder anderen ja auf der nächsten Wandereise, die sicher kommen wird, wieder – es würde uns sehr freuen.



 

La Gomera

Traumhaft Wandern & Relaxen

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