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Lissabon 2014

..."Wenn Engel reisen"...


Lissabon ist die Hauptstadt und auch die größte Stadt Portugals sowie des gleichnamigen Regierungsbezirks und liegt an einer Bucht der Flußmündung des Tejo im Äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel.

Nun liegt dieser Stammtisch-Städtetrip – diesmal mit stark dezimierter Teilnehmerzahl - doch schon wieder eine lange Weile zurück, aber beim Schmökern und auswählen der Bilder – was wie immer nicht gerade leicht gefallen ist, da meine Entscheidungsfreudigkeit diesbezüglich nicht gerade berühmt ist – kommt doch die eine oder andere Erinnerung wieder hoch.

Diesmal geht es mit dem "Shuttle-Palli" nach MUC, von wo aus wir unser Reise nach Lissabon starten – aber zuerst noch einen kleinen Abstecher in den Flughafen-Gastgarten. Mein erster Besuch in Portugal – Ein neuer "Länderpunkt" ist gesammelt. Wir kommen relativ spät an und fahren mit dem Taxi in die Unterkunft. Wie immer sind derartige Taxifahrten mit ein Erlebnis. Da es leider in der näheren Umgebung – wie wir an der Rezeption trotz diverser Sprachbarrieren in Erfahrung bringen können – keine Möglichkeit für den üblichen "Absacker-Drink" gibt, ordert Ingrid kurzentschlossen ein paar Bierchen und wir machen es uns im Frühstücksraum gemütlich.

 

 

Den ersten – wettertechnisch sehr durchwachsenen – Tag starten wir natürlich umgehend mit einer Sightseeing-Tour. Vom Hauptplatz, dem Praça do Comércio, aus starten wir unsere Tour mit dem Ziel Castelo de São Jorge. Nach den mühevollen ersten Höhenmetern kehren wir gleich mal ein um etwas Energie für den Endspurt zu tanken. Oben angekommen werden wir mit einem Grandiosen Ausblick über die Altstadt belohnt. Nachdem wir alles gesehen haben, werden wir zu Fuß zurückspazieren und am Weg die erste Rast inkl. Nahrungsaufnahme in einem der unzähligen, urigen kleinen Bar-Restaurants einlegen. Unten angekommen zieht es uns wieder Richtung Hauptlatz, um weiteres zu planen. Die Sonne strahlt mittlerweile wieder vom Himmel und wir entscheiden uns dazu uns diese im Gastgarten ins Gesicht scheinen zu laßen und die angepriesene "Happy-Hour" zu nützen, die uns an diesem Abend nicht mehr loslassen wird. Ach ja, und da war dann noch folgendes: nach ein, zwei Cocktails versuchen sich zwei aus unserer Gruppe – die hier besser nicht namentlich genannt werden – in der "Kunst" des Textens von Schlager-Songs à la Helene Fischer – "Wenn Engel reisen...". Als wir nach dezent längerem Aufenthalt noch in das Lokal hineingebeten werden, meint "Mama"-Ingrid salopp "lieber nicht, die haben schon zu viel getrunken", und teilt uns somit auf Ihre Art und Weise mit, daß es Ihrer Sicht nach Zeit zum Heimgehen ist um auch den kommenden Tag noch mit vollem Elan den kulturellen Schätzen der Stadt widmen und somit auch noch die außtehenden Häkchen in Ihrem Reiseführer setzen zu können.

 

 

Den kommenden Tag starten wir etwas gemütlicher mit einem Abstecher im Botanischen Garten. Vollkommen entspannt geht es weiter mit der Suche nach Sehenswürdigkeiten. Diesmal entscheiden wir uns für eine Fahrt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus. Die "rote Tour" führt uns zu vielen imposanten Gebäuden und Plätzen wie z.B. dem Denkmal der Entdeckungen, der Ponte de 25 Abril, dem Torre de Belém sowie der Mosteiro dos Jerónimos. Zwischendurch "verirren" wir uns aber auch in eine Burger-Bude und in das berühmteste Kaffee, das Pastéis de Belém mit seinen köstlichen Süßspeisen. Wir erklimmen abermals einen der vielen Hügel, auf denen Lissabon entstanden ist – diesmal jedoch mit dem Elevador de Santa Justa. Gegen Abend besuchen wir die Cervejaria Trinidade und kümmern uns etwas um unser Leibliches Wohl in einem klösterlichen Gemäuer. Mit einer der vielen Straßenbahnen fahren wir wieder hinab Richtung Hauptplatz. Auf unserem Weg ins Hotel machen wir noch halt an einem netten "Cocktail-to-go-Stand" und nehmen den Standardgemäßen Gute-Nacht-Drink im Museu de Cerveja ein. Die Auswahl der Biersorten ist nicht überdimensional, aber in der Zwischenzeit habe ich schon das eine oder andere köstliche entdeckt.

 

 

Tag Vier unserer jährlichen Stammtischreise steht auf dem Programm. Diesmal wählen wir, mittlerweile etwas gehfaul, die blaue Hop-on-Hop-off-Route. Diese führt uns durch unterschiedlichste Stadtviertel zu dem modernen Park der Nationen. Nach einem Stadt-Spaziergang und einem äußerst kräftigen Regenguss der uns erwischt hat, machen wir uns auf ins Bairro Alto. Wir ergattern den letzten Sitzplatz in einem Kaffe, nichtwissend, daß wir hier genau vor einer der bekanntesten Dichterstatuen Portugals Platz genommen haben. Um die Flut an Touristen die über uns hereinbricht mit etwas mehr Humor wie gewohnt zu ertragen, entscheiden wir uns für das eine oder andere Gläschen Portwein – der nicht in der Weinkarte sondern unter den Spirituosen zu finden ist – sowie für ein Bierchen mehr. Maria und Niki beginnen damit Showeinlagen darzubieten und verewigen sich so auf dem einen oder anderen Erinnerungsfoto. Wir entdecken Straßenkünstler und ich gerate das erste Mal in meinem Leben in einen echten "Flash-Mob". Als es uns dann doch zu viel wird – mit den Touristen natürlich – erkunden wir das Stadtviertel mit der Straßenbahn. Unser wohl verdientes Abendessen nehmen wir direkt in einem der vielen kleinen Bar-Restaurants im Bairro Alto ein. Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Gassen, die auf eine echte Party-Meile schließen lassen – aber dafür sind wir noch viel zu früh dran. Nachdem wir doch noch das eine oder andere Lokal besucht haben, machen wir uns – wie üblich – wieder mit der U-Bahn Richtung Hotel auf.

 

 

An unserem letzten Tag bleibt uns nur noch etwas Zeit zum Shopping und für einen Abschieds-Kaffee, bevor wir unsere Heimreise – flugtechnisch leider Stunden verspätet - antreten und gegen 1 Uhr Früh in Salzburg ankommen.

 

 

Als kurzes Reümee kann ich nur sagen, daß auch diese Stadt durchaus das Prädikat "Stammtischtauglich" verdient hat. Sie bietet eben von allem ein wenig und von manchem ein wenig mehr. Sightseeing, Kultur, Architektur, Party & kulinarische Genüsse - für jeden ist hier etwas dabei. Und somit erstrahlt ein weiterer der vielen noch weißen Flecken auf meiner Reisekarte bunt - ein weiterer Länder- und Städtepunkt den ich gerne setze.



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MH - Marco Herzberger
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