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...Unsere Reiseroute - Überblick der Fotopoints smiley_daumen_hoch...




 

Links zur Reisegestaltung:

Ergänzend zu den Links die Ihr im Reisebericht und im Reiseüberblick findet, möchte ich Euch hier gerne ein paar Seiten mit interessanten Informationen zum schmökern ans Herz legen...


...zum Thema Buchen:

CANUSA - Ein Spezialist für Kanada und USA Reisen - echt gute Beratung...

Ruby Range Adventure - Hier gibt's einige interessante Reisevarianten direkt vom Tour-Operator - ein kleiner Tip.


...zu diversen allgemeinen Themen:

US Botschaft - US-Botschaft für Österreich in Wien

ESTA - ESTA Registrierun

visumusa.net - unabhängiges Informationsportal mit vielen Informationen rund um das Thema USA Visum

Travel Yukon - Tolle Infos zum Yukon

Travel Alaska - weiterführende Infos zu Alaska

Tourismuspage von Vancouver - allerlei Informationen über Vancouver


...zu den Nationalparks und Wanderungen:

Nationalparks Kanada - Offizielle Seite des Kanadischen Nationalparks

Nationalparks im Yukon - Nationalparks im Yukon

Kanadas Natur - Über die Natur in Kanada und im Yukon

Nationalparks USA - Offizielle Seite des US National Park Service

Just Trails - Sheep Mountain Trail und mehr...


...zu den besuchten Orten sowie Reisen im Yukon und Alaska allgemein:

Yukon Info - weitere gute Seite mit vielen Infos über den Yukon

Alaska Travel - gute Seite zum Thema Reisen in Alaska

Whitehorse - Offizielle Seite von Whitehorse

Skagway - Alles über Skagway

Haines Junction - Alles über Haines Junction

Dawson City - Alles über Dawson City

Vancouver - Viele interessante Infos über Vancouver



Yukon, Alaska & Vancouver 2014

1. Tag - 05. Juli

Fahrt mit dem Auto nach MÜNCHEN:
Check-In im Hotel Mercure Schwabing. Wir treffen uns mit Eva und Winny sowie Lydia und Klaus, die wir auf unserer Island-Reise kennen gelernt haben. Wir können unser Auto bei Klaus in der Werkstatt für die kommenen 3 Wochen unterstellen.

2. Tag - 06. Juli

MUC – VANCOUVER – WHITEHORSE:
Wir fahren direkt zum Flughafen MUC. Unser erster Langstreckenflug - via Vancouver - beginnt. Wir werden am Flughafen in Whitehorse abgeholt und checken gegen 23:00 Uhr Ortszeit im Hotel High Country Inn ein.

3. Tag - 07. Juli

WHITEHORSE - SKAGWAY:
Unsere Rundreise "Alaska & Yukon Explorer" beginnt. Nach einem netten Frühstück und einem Vorratseinkauf in der Hauptstadt des Yukon geht es über den Klondike Highway in Richtung Süden nach Skagway (Alaska). Diverse Fotostops – unter anderem an der "Carcross Desert" liegen auf unserer Srecke. Übernachtung im Westmark Inn.

4. Tag - 08. Juli

SKAGWAY – HAINES JUNCTION:
Skagway war einst das Tor zum größten Goldrausch aller Zeiten! Fast die komplette Ortschaft mit seinen knapp 800 Einwohnern steht heute unter Denkmalschutz. Nach einer kürzeren Wanderung geht es mit der Fähre durch die bizarre Welt des Lynn Fjords. Weiter geht’s von Haines nach Haines Junction. Diesmal zwei Übernachtungen im gleichen Hotel The Raven das machts mal etwas entspannter.

5. Tag - 09. Juli

KLUANE NATIONALPARK:
Wir verbringen einen Tag im Kluane Nationnalpark. Dieser Park ist nicht nur der größte Nationalpark Kanadas, sondern er beherbergt neben einer vielfältigen Tierwelt auch das größte zusammenhängende Gletschergebiet der Erde. Bis heute ist dieser gewaltige Nationalpark weitestgehend unerschlossen und nahezu unberührt. Wir begeben uns auf den "Auriol-Trail".

6. Tag - 10. Juli

HAINES JUNCTION - WHITEHORSE:
Nach einer Wanderung am Sheep Mountain verlassen wir Kluane Country und fahren via Alaska zurück nach Whitehorse. Abermals Übernachtung im High Country Inn.

7. Tag - 11. Juli

WHITEHORSE – DAWSON CITY:
Über den nördlichen Klondike-Highway führt die heutige Etappe bis hinauf nach Dawson City. Dieses historische Städtchen befindet sich unmittelbar an der Mündung des Klondike River im Yukon. Es stehen zwei Übernachtungen im Westmark Inn an.

8. Tag - 12. Juli

DEMPSTER HIGHWAY:
Die früh-morgentliche Fahrt führt ein Stück hinauf auf den berühmten Dempster Highway, wo wir eine spektakuläre Wanderung in den Tombstone Mountains starten. Am Abend treffen wir uns mit Thomas – einem Kollegen aus Salzburg, der einige Zeit bei seinem Onkel – einem Goldminer – verbringt.

9. Tag - 13. Juli

DAWSON CITY – TOK – Da die Route etwas geändert wurde, bleiben wir noch eine weitere Nacht in Dawson City:
Heute steht – nach einer etwas längeren Nacht – ein Stadtspaziergang und die Besichtigung der großen "Gold Dredge Nr. 4" an.

10. Tag - 14. Juli

Da wir die Übernachtung in TOK ausgelassen haben, geht es heute direkt (aus Zeitgrü:n via Fairbanks) zum DENALI NATIONALPARK:
Weiter Richtung Westen führt uns die heutige ganztägige Fahrstrecke zunächst auf dem berühmten Alaska Highway, später über Fairbanks an die Grenze des Denali National Park. Zur ausgiebigen Nationalparkbesichtigung bleiben wir fü zwei Nächte im Nord Haven Hotel.

11. Tag - 15. Juli

DENALI NATIONALPARK:
Absolut ein weiterer Höhepunkt auf unserer Rundreise – leider das erste mal kein wirkliches Fotowetter sondern eher nass-kalt. Vormittags brechen wir zur Denali Wildlife Tour (mit einem parkeigenen Shuttle-Bus) auf.

12. Tag - 16. Juli

DENALI NATIONALPARK - SEWARD:
Heute heißt es Abschied nehmen von Denali - was uns auf grund des Wetters nicht so schwer fällt. Nach einer Husky-Schau geht es Über den George Parks Highway entlang des Turnagain-Meeresarms in Richtung Süden. Während der Fahrt bewundern wir die Landschaft der Kenai Peninsula Halbinsel. Es folgen zwei Übernachtung im Breeze Inn.

13. Tag - 17. Juli

SEWARD:
Nach einem ausgiebigen Schläfchen und einem gemühtlichen Spaziergang steht heute die 6-stündige Kenai Fjords Tour auf dem Programm – einfach genial.

14. Tag - 18. Juli

SEWARD - ANCHORAGE:
Am Vormittag unternehmen wir eine großartige und durchwegs anstrengende Wanderung zum Exit Glacier, der getrost als einer der am besten zugänglichsten Gletscher überhaupt bezeichnet werden kann. Am Nachmittag erreichen wir Anchorage. Übernachtung im Coast International Inn

15. Tag - 19. Juli

ANCHORAGE – KATMAI NATIONALPARK - BROOKS CAMP (via KING SALMON):
Wir fliegen via King Salmon zum Brooks Lake wo wir zu den berühmten Brooks Falls zur Bärenbeobachtung aufbrechen. Wir bleiben über Nacht im Brooks Camp.

16. Tag - 20. Juli

KATMAI NATIONALPARK – ANCHORAGE (via KING SALMON):
Nach einem weiteren, atemberaubenden Tag der Bärenbeobachtung geht es zurück nach Anchorage. Wir bleiben heute im Ramada Anchorage Downtown.

17. Tag - 21. Juli

ANCHORAGE - VANCOUVER:
Nach einer Shoppingtour am Vormittag geht es weiter nach Vancouver. Da Vancouver eindeutig zu reizvoll ist um es nur als Transferflughafen zu nutzen und uns weiters von allen Seiten wärmstens ans Herz gelegt wurde, bleiben wir für drei Nächte hier im Coast Plaza Hotel & Suites.

18. Tag - 22. Juli

VANCOUVER:
Wir "erwandern" den Stanley Park sowie weitere Teile von Vancouver Downtown. Am Abend ist ein Pub-Besuch angesagt.

19. Tag - 23. Juli

VANCOUVER:
Ein weiterer Tag zur Erkundung von Vancouver - zu Fuß - steht an. Heute geht es nach Kitsilano und auf die Grandville Island. Am Abend wieder standardgemäß ins Pub.

20. Tag - 24. Juli

VANCOUVER – MUC (+1 Tag.):
Wir nutzen den Tag für eine weitere Erkundung mittels "False Creek Ferry". Danach steht uns ein langer Rückflug bevor, der eine Zeitverschiebung von +1 Tag mit sich bring.

21. Tag - 25. Juli

MÜNCHEN - SALZBURG:
Wieder sicher in Europa angekommen, werden wir von Klaus und Lydia am Flughafen abgeholt und "stauen" uns nach einem netten Kaffeetratsch nach Hause..




Hier noch ein paar Tips...

...zum Thema Land und Leute:
Hierzu möchte ich nur anführen, dass ich noch kaum wo so herzliche, hilfsbereite und kontaktfreudige Leute kennen gelernt habe wir hier in Alaska und Kanada. Also keine Angst jemanden einfach anzuquatschen – sofern dieser nicht ohnehin schneller war – und Fragen zu stellen oder einfach los zu quatschen. Außerdem läuft hier alles etwas stressfreier und relaxeder ab – die Ankunft in MUC war ein totaler "Kulturschock".

...zum Thema Steuern und Trinkgeld:
Dies ist auch so ein gewöhnungsbedürftiges Thema. Trinkgeld gibt man in USA ca. 10-15 %, in Canada 15-20% - vorausgesetzt der Service stimmt, aber da hätten wir uns beim besten Willen nie beklagen können. Geht man als Gruppe Essen und zahlt noch dazu getrennt, wird das Trinkgeld meist bereits in der Rechnung inkludiert. Da die Steuern sehr unterschiedlich sind, muss man immer darauf achten ob die Preise – für uns eher ungewöhnlich – netto oder inkl. Steuern angegeben werden.

...zum Thema Alkohol:
Ein Bierchen bekommt man hier in jedem Pub oder zum mitnehmen im Liquorstore. Auch die Pubs bieten auch günstigere Preise für Bier-to-go an. Allerdings muss man hier mind. 6-Pack – oder wie die Einheimischen sagen, ein poor-mans-pack (da normalerweise 24er oder 48er gekauft werden) – erwerben. Eine ID sollte man – egal wie alt man ist – immer dabei haben. Manche Bars verkaufen Alkohol nur indoor oder in Kombination mit einem Snack – aber was solls, man gewöhnt sich an alles. Erst recht bei dieser Auswahl an Biersorten.

...zum Thema Einkaufen:
Hier ist lediglich – abgesehen vom Thema Steuern – nur zu beachten, dass in größeren Läden auch oft nur größere Packmaße – sprich Familienpackungen – erhältlich sind.

...zum Thema Bargeld:
Etwas Bargeld kann nie schaden und gibt, zumindest mir, immer etwas Sicherheit. Grundsätzlich kann hier aber fast überall mit Kreditkarte – auch Kleinbeträge – bezahlt werden. Lediglich in div. Visitor Center (kleinere Mitbringsel, gerne gesehene Spenden) oder aber in kleineren Bars wird Bargeld bevorzugt bzw. selten auch benötigt.

...zum Thema Moskitos:
Hierbei handelt es sich wohl um eine der artenreichsten und vielfältigsten Tierarten vor Ort. Diese Tierchen tauchen auch des Öfteren auf Fotos auf obgleich man sie nicht wirklich vor der Linse haben wollte. Also ein Moskitoschutz ist bei Wanderungen auf alle Fälle notwendig und kann meinerseits nur wärmstens ans Herz gelegt werden. Am besten kauft man diesen in einem Laden vor Ort – Geruchsbelästigung inklusive…

...zum Thema "andere Wildtiere":
Bevor man eine Wanderung macht sollte man sich auf alle Fälle mit dem Verhalten und der Verbreitung von Wildtieren wie z.b. Schwarz- und Braunbären vertraut machen. Dazu geht man am besten in die Visitors Center vor Ort bzw. gibt es auch sehr oft Informationsboards und -hütten der Park-Verwaltung an den Ausgangspunkten zu bekannten Trails. Ein Bärenspray gibt einem eine gewisse Sicherheit – auch wenn dieser nur in absoluten Notfällen zum Einsatz kommen soll, schließlich ist hier der Mensch Gast in der Natur! Unser Guide hatte einen solchen dabei, ansonsten sollte man sich Informieren wo man einen kaufen kann – aber Achtung bei Flügen und Co., dieser Spray gilt als Waffe! Andere Tiere, wie etwa Elche, sollte man ebenfalls nur aus gesicherter Entfernung beobachten und auf keinen Fall deren Gefährlichkeit unterschätzen. Nichts desto trotz möchte ich erwähnen, dass man bei korrektem Verhalten die Natur hier ohne Angst genießen kann.

...ganz allgemein:
kurz gesagt - Reisestecker sind notwendig und das Wasser aus der Leitung ist genießbar – wenngleich man auch ein Tröpfchen Sirup oder Zitronella beifügen kann um den Chlor-Geschmack etwas zu unterdrücken. Der Rest stellt sich hier von selbst ein.



 

Yukon & Alaska 2014 - mit einem Abstecher nach Vancouver

"Holidays – Larger Than Life"


Nach einer dringend notwendigen Regenerationsphase – und rund 5 Tagen Jet-Leg - bin ich nun so weit und kann mit meinem Reisebericht beginnen. Vorab möchte ich hier gerne folgendes anführen. Auf Grund der Erfahrungen die wir auf unserer Kleingruppen-Reise und den individuellen Programmteilen gemacht haben, kann ich sagen, dass es durchwegs auch Sinn macht den Yukon und Alaska in Eigenregie mit einem Wohnmobil zu bereisen. Die Leute hier sind immer sehr hilfsbereit, bemüht und freuen sich über jeden Austausch mit Touristen. Auch die Möglichkeiten betreffend Versorgung und Rast-/Schlafmöglichkeiten ist durchwegs als sehr gut zu beurteilen. Über das Sicherheitsgefühl brauchen wir erst gar nicht sprechen. Vorrangig erscheint mir diese Variante als optimaler, da diese mehr Flexibilität zulässt und dies ist, auf Grund der für uns eher ungewöhnlichen Distanzen – wir haben rund 3.700 km zurückgelegt – ein nicht zu vernachlässigender Punkt. Dies bedeutet natürlich auch, dass wir vieles "nur " aus dem Auto oder Flugzeug bestaunen konnten – auch wenn wir nach Möglichkeit kurze Stops eingelegt haben. Nichts desto trotz möchte ich gleich anmerken, dass wir auf unserer Reise nicht gerade wenig gesehen und erlebt haben und diese ein absoluter Traum war der erst mal verarbeitet werden muss – naja, ein paar Kleinigkeiten gibt es bei derartigen Reisen immer über die man etwas jammern könnte, aber wer will das nach solch gewaltigen Eindrücken in einem Reisebericht schon tun, denn selbstverständlich darf man sich dabei nicht immer bis aufs kleinste Detail in die Reisebeschreibung verbeißen und muss die – auch auf Grund der Straßenverhältnisse und Distanzen – gegebenen Möglichkeiten Berücksichtigen. Aber da haben wir ja schon einiges an Erfahrung und Gelassenheit aus Island mitgebracht.

...zur Veranschaulichung der Dimensionen...

alaska_seal Yukon Alaska Österreich EU alaska_seal
Einwohner 34.000 710.000 8.500.000 505.730.000
Fläche in km² 480.000 1.720.000 84.000 4.380.000

Diese Tabelle soll Euch ein Gefühl von den angesprochenen Dimensionen der Weite des Yukon und Alaskas geben. Wenn man berücksichtigt, dass im Yukon rund 27.000 Einwohner in der Hauptstadt Whitehorse leben, wird dies noch etwas drastischer untermalt und verdeutlichen.

 

Erster & zweiter Tag
München - Whitehorse

Heute geht es nun also los und ein Jahr Wartezeit ist somit schon wieder rum. Wir fahren mit dem Auto nach München, wo wir Eva und Winny, sowie Lydia und Klaus – die wir von unserer Islandreise kennen – treffen. Klaus hat uns angeboten, das Auto bei Ihm in der Werkstatt abstellen zu können, was wir dankend annehmen. Wir genießen gemeinsam noch einen netten Nachmittag und Abend bevor es für uns ins Hotel geht. Am nächsten Tag fahren wir per S-Bahn zum Flughafen MUC. Unser erster Langstreckenflug steht an. Nachdem wir etwas genervt waren als uns mitgeteilt wurde, dass unsere Sitzplatzreservierung nicht mehr gültig ist, wurden wir jedoch mit angenehmen "fußfrei"-Plätzen an Board überrascht. Leider wurde so jedoch nichts aus dem erhofften Blick auf das wunderbare Grönland; Nunavut und die Nord-West-Passage.

Wir haben den Flug besser "überstanden" als befürchtet. Gegen 23:00 kommen wir – nach einem etwas längeren Aufenthalt in Vancouver und etwas übermüdet - in Whitehorse an. Wir werden am Flughafen bereits erwartet und ins Hotel gebracht. Alles klappt soweit wunderbar.

 

 

Dritter Tag
Skagway

Unsere Rundreise beginnt - Willkommen im Land der endlosen Weiten, unberührten Wälder und Seen, wo Berggipfel nur Namen tragen wenn sie schon bestiegen wurden.

Heute geht es nach Skagway (Alaska – Inside Passage).Wir kaufen bei einem kleinen Laden etwas Gebäck – diese Scones sind absolut hervorragend und geben so einiges an Energie für unter Tags – und genießen einen Kaffee während uns unser Guide Andrew die Reisestrecke - inkl. einer, auf den ersten Anblick leider etwas unerfreulichen Streckenänderung – im Überblick vorstellt. Danach noch in den Supermarkt um uns mit einer Jause und weiteren Notwendigkeiten – wie z.B. Moskitoschutz – einzudecken und schon "reiten wir los". Nach einer ersten, kleineren Wanderung in der näheren Umgebung von Whitehorse – wo wir auch die längste hölzerne Lachstreppe der Welt sehen - fahren wir über den Klondike Highway Richtung Süden. Auf der Strecke können wir uns schon einen ersten Eindruck über die unendliche Weite des Landes mit seinen ausgedehnten Wald- und Seengebieten machen. Fotostops gibt es z.B. an der Carcross Desert – der kleinsten Wüste der Welt – und dem Rainbow-Lake. Weniger erfreulich gestaltet sich jedoch der Grenzübertritt. Mitten in der Pampa werden uns die Fingerabdrücke abgenommen, Fotos geschossen und abermals müssen wir einen – wohlgemerkt kostenpflichtigen – Formularbogen ausfüllen, der dem der ESTA-Registrierung – die wir ja bereits online eingereicht haben - ziemlich ähnelt. So, Einreiseerlaubnis erteilt und grünen Zettel in den Reisepass getackert bekommen – weiter geht’s Richtung Süden.

 

 

Vierter Tag
Haines Junction

Am Vormittag machen wir eine weitere, kurze Wanderung bevor wir das WM-Fußballspiel Deutschland gegen Brasilien in einem netten Pub "genießen". Grundsätzlich ist Skagway ein ruhigeres kleines Städtchen mit "Goldrausch-Museums-Charakter", welches früher für viele Goldgräber der Ausgangspunkt zur Bezwingung des berüchtigte Chilkoot Trail war. Die Ruhe und Ausstrahlung des Ortes kann man jedoch meist erst nach 17:00 genießen, denn dann ziehen die "Touristen-Horden" wieder zurück auf Ihre riesigen Kreuzfahrtschiffe und man kann nun ein leckeres Essen und sein Bierchen in Ruhe in einer der Bars zu sich nehmen. Heute geht es mit der Fähre durch den Lynn Fjord nach Hains und dann wieder mit unserem kleinen Bus weiter nach Haines Junction wo wir für zwei Nächte bleiben werden. Am Weg dorthin nehmen wir das einen oder andere "Visitors Center" mit. Auch können wir bereits viele Tiere wie etwa ground squirrel, squirrel und chipmunks beobachten – es ist jedoch fast unmöglich diese flinken Fiecherl vor die Fotolinse zu bekommen. Mehr Glück haben wird da mit einem Schwarzbären, der genüsslich neben der Straße in der Wiese sitzt und etwas Grünfutter genießt.

 

 

Fünfter Tag
Haines Junction - Kluane NP

Leider ist mir das gestrige Abendessen – naja, das Hühnchen wurde schließlich nicht nur getötet sonder zusätzlich noch frittierte und in Zitronen-Gelee ertränkt - etwas auf die Verdauung geschlagen. Zum Glüch wird dies aber das einzige Mal bleiben. Daher geht es leicht übermüdet und ausgelaugt an die Bewältigung des Auriol Trail im Kluane National Park. Bevor wir losstarten bekommen wir noch eine kleine Einschulung betreffend unser Verhalten bei Bärenkontakt sowie eine kurze Info bzgl. Verwendung eines Satelitentelefons. Abermals breitet sich vor uns die Weite der Natur dieses Landes aus. Nach erfolgreicher Wanderung gönnen wir uns ein kleines Bierchen. Leider gibt’s kein zweites, da wir anscheinend – laut gewechselter Bedienung – nur Alkohol kaufen dürfen, wenn wir auch etwas essen. Selbst in der totalen Abgeschiedenheit gilt – Rauchen nur außerhalb, Alkohol nur innerhalb des begrenzten Bereiches. Naja, andere Länder, andere Sitten. Den Abend verbringen wir – wieder etwas fitter und gut gestärkt durch ein leckeres Essen im Restaurant – in der uns liebgewonnenen KPI-Bar bei ein paar Bierchen und einem netten und wie immer informativen Plausch mit den "Locals". Dies ist – so wurde uns mitgeteilt – eine der letzten Bars in der man auf beiden Seiten der Theke sitzen darf.

 

 

Sechster Tag
Whitehorse

Der heutige Vormittag steht ganz im Zeichen einer weiteren Wanderung auf den Sheep Mountain . Auf unserer Weiterfahrt über den Alaska Highway nach Whitehorse machen wir nochmals kurz zum Tanken in Hains Junction Halt und Kurt besorgt für alle ein Reisebier – Danke Kurt. Leider können wir die Ortschaft Champaign – da dort derzeit die Trauerfeiern für einen kürzlich verstorbenen Stammesführer vorbereitet werden – nicht besuchen. Wir machen jedoch in diversen anderen "Ortschaften" halt und verschaffen uns ein Bild über die Lebensweise und die Geschichte der "First-Nations". Den Abend nutzen wir noch für einen kurzen Spaziergang in Whitehorse bevor wir unseren Hunger im "Klondike Rib and Salmon" mit leckeren Köstlichkeiten stillen.

 

 

Siebenter Tag
Dawson City

Die nächste Etappe auf unserer Rundreise bringt uns nach Dawson City wo wir die kommenden drei Nächte verbringen werden. Diese Stadt ist die zweitgrößte im Yukon – im Sommer leben hier rund 4.000, im Winter rund 800 Menschen. Eigentlich waren hier nur zwei Nächte eingeplant. Aus organisatorischen Gründen (Arbeitsbewilligung des Guides) wurde die Übernachtung in Tok jedoch zu Gunsten eines weiteren Abends in Dawson gestrichen. Dies führt allerdings dazu, dass wir den Weg nach Denali an einem Tag bewältigen werden müssen und somit eine Fahrt von rund 14 Stunden vor uns haben. Aber das soll uns hier und heute noch nicht belasten, wir könnens ja ohnehin nicht ändern. Eine zusätzliche Nacht in dieser Stadt lässt sich aber dem ersten Anschein nach sicherlich allemal aufregender gestalten als ein Abend in Tok.
Unser Weg führt vorbei an den "Five Finger Rapids " - einer gewaltige Stromschnelle, die vielen Raddampfern in der Vergangenheit bei deren Fahrt auf dem Yukon River zum Verhängnis geworden ist – sowie weiteren netten Aussichtspunkten. Abermals kann man auch hier getrost den Weg als Ziel bezeichnen. Eine unendlich scheinende Landschaft mit unterschiedlichsten Ausprägungen liegt vor uns. Gegenden mit schwarzen Baumstämmen die aus ein Meter hohen Büschen und Jungbäumen herausragen – riesige Flächen die einst einem Waldbrand zum Opfer gefallen sind, scheinen neu aufzuerstehen. Meist sind diese Flächen mit Schildern gekennzeichnet die das Jahr des Brandes anführen und einem so das langsame regenerieren der Natur im Norden erahnen lässt. Bevor wir in Dawson ankommen fahren wir noch kurz auf den Midnight Dome – den Hausberg von Dawson City. Danach heists nur noch Check-In im Hotel und ab ins "Diamond Tooth Gerties " – einer legendären Bar mit Casino und Cancan-Tanz-Programm - wo wir auch essen werden. Nach den Tagen in Hains Junction sind wir irgendwie richtig "geflashed" von der "Menge" an Leuten und dem Casino-Trubel.

 

 

Achter Tag
Dawson City - Tombstone TP

Wir haben Glück und können den heutigen Tag und die anstehende Wanderung bei herrlichem Wetter genießen. Dies bedeutet auch, dass wir den Dempster Highway – zumindest ein paar Kilometer weit - bei passablen Straßenverhältnissen befahren können. Diese – mehr als 730 km lange - Schotterpiste ist die einzige Straßenverbindung nach Inuvik, das ganz im Norden am Polarmeer liegt. Naja, und auch der Begriff "HWY" kann hier etwas relativiert dargestellt werden. Gut dass es diese orangen Fähnchen gibt - diese zeigen an wo man mit gröberen Schlaglöchern rechnen muss - denn die Fahrbahn wird hier nicht laufend erneuert. Am Fuße der Tombstone Mountains im gleichnamigen Territorial Park starten wir unsere Wanderung (schaut doch mal hier rein – ist mir ein Anliegen protectpeel). Das schwarze Basaltgebirge spiegelt teilweise in der Sonne und bietet eine weitere atemberaubende Kulisse. Bereichert wird unser Wanderung von den vielen Murmeltieren, denen wir geduldig unsere Aufmerksamkeit schenken und uns so richtig entspannen und mit der Natur eins werden können. Zurück in der Stadt treffen wir uns mit Thomas – einem Kollegen, der 2 Monate bei seiner Tante und seinem Onkel in Dawson verbringt – Danke nochmals an Alle für den herzlichen Empfang und den genialen Nachmittag! Nach einem gemeinsamen Abendessen fahren wir mit der Fähre über den Yukon. Am Weg zum 85 Hektar großen Anwesen – inkl. Goldmine – können wir noch einen genialen Blick auf Dawson und das Zusammentreffen des Yukon mit dem Klondike erhaschen. Am Abend gibt’s dann wieder den einen oder anderen Drink in einer der Bars. Diesmal etwas peppiger mit Live-Musik. Den "Soure-Toe"-Drink mit dem berühmten toten-Zeh drinnen lasse ich mal doch lieber links liegen und gönne mir lieber ein "gewöhnliches" und köstliches, regionales Bierchen.

 

 

Neunter Tag
Dawson City

Bevor wir - leicht angeschlagen - die Dredge Nr. 4 – ein stillgelegter Goldbagger, der sich Jahrelang durch die Landschaft gegraben und tonnenweise Gold gefördert hat – besuchen, gönnen wir uns ein Päuschen im Hotelzimmer und sehen uns das "traurige" WM-Finale vom King-Size-Bett aus an. Nach unserer Rückkehr durchstreifen wir nochmals Dawson und besichtigen die teils noch originalen, teils liebevoll restaurierten, typischen Gebäude, die uns irgendwie in der Zeit zurückzuversetzen scheinen.

 

 

Tag Zehn
...von Dawson nach Denali

Heute steht eine lange Fahrt von Dawson zum Denali Nationalpark auf dem Programm. Aus zeitlichen Gründen entscheiden wir uns gezwungener Maßen für die Fahrt via Fairbanks und können so die Landschaft entlang des Denali HWY leider nicht genießen. Nichts desto trotz erleben wir beeindruckende Landschaften sowie diverse nette Ortschaften – wie z.B. Chicken, der Kältepol Delta-Junction oder Northpole, die uns die lange Fahrt dann doch etwas angenehmer gestalten lassen. Auch können wir einen Blick auf die imposante Pipeline ergattern. Absolut überwältigend ist die Fahrt entlang des "Top of the World HWY" mit dem nördlichst gelegenen Grenzübergang in die USA. Hier heißt es wieder aufpassen – denn des Öfteren wird streng kontrolliert ob man Fleischwaren oder Obst/Gemüse mitführt, da diese Produkte nicht in die USA eingeführt werden dürfen. Erledigt von der langen Fahrt kommen wir in unserem Hotel an und gehen auch gleich schlafen. Die Abänderung der Route hat – wie das eine oder andere mal auch – leider dazu geführt, dass wir auf eine leckere, warme Mahlzeit verzichten mussten.

 

 

Tag Elf
Denali - Nationalpark

Bei erstmals absolut verregnetem Wetter starten wir in das Erlebnis Denali. Natürlich bekommen wir den Mount Mc Kinley – der mit 6193 Metern höchsten Erhebung der USA - bei diesem Wetter nicht zu Gesicht. Aber wie viele haben dieses Glück schon wenn man sich die Statistik vor Ort und nicht die Ankündigungen in den Reisebroschüren ansieht. Mit einem umgewidmeten Schulbus geht’s dann tief in den riesigen Nationalpark hinein. Neben der abermals beeindruckenden Landschaft können wir auch vereinzelt Tiere erblicken. Natürlich kann unser Fahrer – ein erfahrener School-Bus-Rodeo-Driver – nicht überall für einen Fotostop anhalten, da die Straße bei diesen Verhältnissen nicht unbedingt dafür geeignet ist, die Fahrt alleine ist jedoch schon aufregend genug. Nach einem langen Tag geht es zum Energietanken in die 49th State Brewery wo wir ausgiebig essen und gemütlich – d.h. Mary unterm Heizstrahler – zusammensitzen können.

 

 

Tag Zwölf
Seward

Der heutige Tag startet mit getrenntem Programm. Währen die eine Gruppe eine kurze Wanderung unternimmt, besuchen die anderen die Husky-Zentrale im Denali-Park. Hier gibt es noch viele Arbeits-Schlittenhunde, da die Ranger im Winter ja auch durch den Park kommen müssen und das geht nun mal am einfachsten mit dem Hundeschlitten. Anschließend geht es via Anchorage nach Seward wo uns ein weiteres Reisehighlight erwartet. Den "versprochenen" Portage Gletscher sehen wir nur aus der Enfernung, dies ist allerdings halb so wild, da die folgenden beiden Tage noch einen Blick auf die Gletscherwelt Alaskas bieten, die ich so schnell nicht vergessen werde. Am Abend gönnen wir uns noch einen leckeren Burrito und nach einem kurzen Spaziergang am Hafen begeben wir uns auch schon ins Bett. Da wir die Mittags-Fjord-Tour gebucht haben, können wir auch mal wieder etwas ausschlafen und Energie auftanken – sofern uns dies vergönnt sei.

 

 

Tag Dreizehn
Seward - Kenai Fjord

Natürlich sind wir wieder etwas früher auf als geplant aus den Federn gekrochen. Wir bestellen einen 12oz Kaffee um in die Gänge zu kommen und spazieren ein wenig in der Ortschaft herum bevor wir uns mit Andrew treffen und die Karten für die Kenai Fjords Tour kaufen. Diese 6-stündige Tour ist ein absoluter Hit und übertrifft alle Erwartungen. Da man ja nicht immer alles glauben sollte, was so in den diversen Foldern angepriesen wird, gehen wir eher mit gedämpften Erwartungen – was Tiersichtungen und Co. Betrifft - an diesen Tag heran. Was uns dann allerdings geboten wird, übertrifft jedoch wirklich alles. Wir sehen Papageientaucher – die wir in Island leider nicht zu Gesicht bekommen haben -, Wale, Delphine, Seehunde, -Löwen, -Otter, Adler und diverse andere Vögel, die ich nicht wirklich alle zuordnen kann. Und dann, dann taucht er auf, der riesige Gletscher. Die vielen Facetten des Eises, die grandiose blaue Färbung, einfach einmalig. Passend zu diesen Erlebnissen gibt’s am Abend zum krönenden Abschluss noch ein richtig feines Steak in einem Hafen-Restaurant. Und dann natürlich noch das gemütliche, obligatorische Bierchen - bei Mary gerne mal ein "Amber" der Alaskan Brewery oder ein "Gold" der Yukon Brewing Comany - um mit Einheimischen zu plaudern oder einfach nur den Tag nochmals zu zweit Revue passieren zu lassen.

 

 

Tag Vierzehn
Anchorage - Exit Glacier

Und auch der heutige Tag wird ein Highlight parat halten, denn heute machen wir – bei herrlichem Wetter - eine Wanderung zum Exit Glacier der als einer der am besten zugänglichsten Gletscher überhaupt bezeichnet werden kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es ein Spaziergang wird – denn unser Schweizer Mitreisende hat uns vorgerechnet, dass die rund 9km Weg mit ca. 1.050 hm immerhin 20 Leistungskilometern entsprechen – und das ist nur der Hinweg. Schon nach kurzer Zeit, die wir durch unberührte Natur wandern, können wir die Gletscherzunge in strahlendem Blau zwischen den saftig grünen Hängen hervor blitzen sehen. Doch das bleibt nicht die größte Überraschung. Im Gebüsch neben dem Weg liegt ein Schwarzbär, der sich von uns Überrascht fühlt. Schnell zum Bärenspray greifen – und nicht zur Kamera, auch wenn diese Überlegung für eine Millisekunde in meinem Kopf vorhanden war - denn ein gestresster Schwarzbär in knapp 3 Meter Entfernung heißt höchste Gefahr und lässt das Herz schon ein wenig schneller klopfen. Nach einem weiteren Anstieg können wir bereits das große Harding Eisfeld sehen und gönnen uns eine kurze Verschnaufpause damit wir den Ausblick auch so richtig genießen und auf uns wirken lassen können – einfach die Natur aufsaugen, wir sind ja schließlich auf Urlaub und nicht auf der Flucht, auch wenn so mancher Mitreisende das noch nicht wirklich begriffen und verinnerlicht haben dürfte. Am Rückweg bekommen wir dann auch noch die scheuen mountain goats in nicht allzu weiter Ferne zu Gesicht. Abermals ein genialer Tag. Nun heißt es allerdings Abschied nehmen und wir fahren nach einer Kaffeepause weiter nach Anchorage wo wir noch eine kurze Stadtrundfahrt – inkl. Lake Spenard, dem größten Flugplatz für Wasserflugzeuge – hier starten und landen im Sommer bis zu 800 Maschinen täglich- machen bevor wir im Snow Goose essen gehen.

 

 

Tag Fünfzehn & Sechzehn
Brooks Lodge

Da unser Flug nach Brooks via King Salmon schon sehr Zeitig in der Früh losgeht, haben wir uns bereits gestern von allen Verabschiedet und fahren direkt mit dem Shuttle zum Flughafen. Verwundert hat uns, dass es offensichtlich bei Flügen innerhalb Alaskas – und das in Amerika – keine Security-Checks gibt. Nach einem kurzweiligen Flug mit einer Saab 340, einer grandiosen Aussicht sowie einer humorvollen Stewardess erreichen wir King Salmon, wo wir bereits erwartet und zum Abflugplatz des Katmai-Air Wasserflugzeuges gebracht werden. Nun wird alles nochmals abgewogen – Gepäck, Handgepäck und natürlich wir selbst. Juhuu – ein genialer Flug mit einem Wasserflugzeug steht uns bevor und bei Ankunft auch noch gleich die erste Bärensichtung. Jetzt noch die "Bärenschule" besuchen – dies ist für jeden Besucher des Nationalparks Pflicht um alles Notwendige über das Verhalten im Kontakt mit wilden Bären zu lernen. Wir beziehen unsere Lodge und nehmen noch alle Essens-Reste aus unseren Taschen und verstauen diese in der versperrbaren Hütte. Danach geht es auch schon los zur Bärenbeobachtung. Wir machen uns also auf zu einer der Aussichtsplattformen – wo auch schon der erste Braunbär unseren Weg kreuzt. Noch nie habe ich irgendwo eine derartige Ansammlung an teurem Foto-Equipment gesehen wie hier. Nach Erreichen der zweiten Plattform heißt es in der Liste eintragen lassen und kurz warten bis wir ganz vor zur Plattform an den Falls gehen können. Dann endlich kommt die Rangerin und ruft "Marco, party of two" und schon kann es losgehen. Alles in allem ein wahres Erlebnis, wenn auch z.T. mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen und mulmigen bzw. respektvollen Gefühl, da man sich ja – abgesehen von den Plattformen – immer in der Wildnis bewegt bzw. die Bären auch gerne die "Trampelpfade" benutzen um sich nicht durchs Dickicht kämpfen zu müssen. Wir lassen den erlebnisreichen Tag an der gemütlichen Feuerstelle der Brooks Lodge ausklingen und unterhalten uns mit den Rangern und Piloten über Dies und Das. Auch der zweite Tag an den Brooks Falls steht ganz im Zeichen der Bärenbeobachtung bevor wir nach einem Essen mit "Soup & Salad" und einem Bierchen wieder ins Wasserflugzeug einsteigen und uns auf den Weg zurück nach Anchorage machen. Mit dem – doch etwas teuren Taxi – geht es zum Hotel. Noch schnell im Snow Goose – das diesmal nahe dem Hotel gelegen ist - einen Snack zu uns nehmen und dann schlafen gehen.

 

 

Tag Siebzehn
Anchorage - Vancouver

Da unser Hotel im Zentrum liegt, können wir die Zeit bis zum Flug nach Vancouver mit einem kleinen Rundgang sowie einer kleinen Shopping-Tour gut überbrücken und nutzen. Wir haben optimales Flugwetter und endlich können wir auch einen Blick auf den majestätischen Mt. McKinley sowie auf die Gletscherwelt Alaskas werfen. Nach Ankunft in Canada gleich mal schauen wo wir den grünen USA-Einreise-Zettel wieder los werden können, naja, was soll ich sagen – keiner konnte uns diesbezüglich weiterhelfen. Egal, weiter geht es mit dem Flight-Train und anschließend mit dem Taxi ins Hotel nach Downtown Vancouver. Dann die Überraschung – Zimmerupgrade - 29. Stock, Suite mit 2 Schlafzimmern, 2 Badezimmern, Wohnzimmer Küche, Balkon und Meerblick – die Stimmung steigt. Heute allerdings nur noch kurz ums Eck zum Asiaten und Lecker Nudeln essen und ein standardmäßiger Absacker – in Form eines Bierchen - und diesmal etwas früher ins Bett.

 

 

Tag Achtzehn & Neunzehn
Vancouver

In den kommenden beiden Tagen erkunden wir Vancouver Downtown zu Fuß. Am ersten Tag stehen der riesige und beeindruckende Stanley-Park – natur pur in mitten einer Millionenstadt - China Town – wo Maria geruchsbedingt leichte Probleme hatte und das Wort „Trockenfisch“ zum Unwort wurde - Gastown und Coal Habor am Programm – mind. 20km Sightseeingmarsch. Am Zeiten Tag haben wir uns dann Kitsilano – ein absolut nettes Wohnviertel mit diversen Shoppingmöglichkeiten - und Granville Island mit dem großen öffentlichen Markt und einer dort ansässigen Brauerei vorgenommen. Da das Wetter am Donnerstag doch noch etwas besser, also regenfrei, geworden ist, haben wir unseren letzten Tag für eine Schifferlfahrt am False Creek genutzt und so noch einiges von Vancouver sehen können. Grundsätzlich sei gesagt, dass Vancouver jetzt nicht das riesige Sight-Seeing-Angebot bietet - Vancouver muss man erleben. Für die Größe der Stadt ist Vancouver jedoch extrem "relaxed", sehr Radfahrerfreundlich und bietet alles was das Herz in Punkto Essen und Abendprogramm begehrt. Wenn man mehr Zeit hat, so bietet das Umland natürlich auch so einiges, da wir diesbezüglich aber schon so einiges auf unserer Rundreise erlebt haben, haben wir uns hier doch auf die Stadt konzentriert.

 

 

Tag Zwanzig & Einundzwanzig
Vancouver - Salzburg

So, und nun heißt es Abschied nehmen vom Yukon, Alaska und Vancouver und es geht via MUC – wo wir netterweise von Lydia und Klaus abgeholt und noch zu einem Kaffetratsch geladen werden – zurück nach Salzburg, wo wir dank Autobahnstau doch sehr erschöpft ankommen.

 

 

Was soll ich dazu noch sagen?! Eigentlich fehlen mir die Worte - Ein unglaubliches Erlebnis geht zu Ende, ich bin fix und fertig, aber ich nehme Eindrücke und Bilder von dieser Reise mit, die ich nie vergessen werde. Der Slogan "Yukon – bigger than life" und "Alaska – the last frontier" hat sich mir nicht nur tief eingeprägt sondern eindrucksvoll dargestellt und verinnerlicht.



 

Yukon & Alaska - mit einem Abstecher nach Vancouver

Eindrücke die auf (kleinen) Bildern kaum festzuhalten sind...

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MH - Marco Herzberger
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